Extremale Angst ergreift Bitcoin, da On-Chain-Daten strukturellen Stress signalisieren

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  • Kurzfristige Bitcoin-Halter erleiden tiefe unveröffentlichte Verluste, was die Rentabilität in die unterste Markthistorie katapultiert.
  • Realisierte Verluste steigen stetig an, was auf kontrollierten Verkaufsdruck und nicht auf vollständige Panik-Kapitulation hindeutet.
  • Extremer Angst dominiert die Stimmung, da Kapital das Netzwerk verlässt und die Liquidität im Markt schwächer wird.

Bitcoin befindet sich momentan in ernsthaften Schwierigkeiten. Der Fear and Greed Index ist auf einen Wert von 9 abgestürzt, ein Niveau, das außerhalb größerer Markteinbrüche selten gesehen wird.

Die On-Chain-Analytics-Plattform OnChainMind verfolgt die Schäden genau. Ihr neuester Bericht zeigt zunehmende Verluste, schrumpfendes Kapital und einen psychologisch leeren Markt. Die Daten sind unschön, aber die Struktur ist konsistent.

Neue Bitcoin-Investoren sitzen auf hohen Verlusten

Kurzfristige Halter sind betroffen. OnChainMind berichtet, dass die Rentabilität neuer Investoren derzeit bei nur 18 % liegt. Dieser Wert platziert die heutigen Marktbedingungen im unteren Fünftel der gesamten Bitcoin-Preishistorie.

Kurzfristige Halter sind diejenigen, die ihre Coins weniger als 155 Tage besitzen. Diese Gruppe ist bei Kurschwankungen typischerweise am reaktionsfähigsten.

Wenn sie tief im Minus sind, stehen sie vor einer schweren Entscheidung: den Verlust hinnehmen und verkaufen oder durchhalten und auf eine Erholung warten. Momentan sitzen viele in dieser schmerzhaften Zwischenphase, beobachten, wie die Verluste wachsen, ohne ein klares Ende in Sicht.

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— On-Chain Mind (@OnChainMind) 18. Februar 2026

Verkaufsdruck nimmt zu, hat aber noch nicht seinen Höhepunkt erreicht

Nicht jeder hält durch. OnChainMinds kürzliche Ausgaben-Metrik liegt bei 27 %, was auf einen stetigen, aber kontrollierten Verlustabbau im Markt hinweist. Verkäufer sind aktiv, aber der Markt hat noch nicht den vollständigen Panikmodus erreicht.

Echte Kapitulation sieht ganz anders aus. Sie ist chaotisch, schnell und emotional aufgeladen.

Die Plattform deutet an, dass noch ein oder zwei weitere starke Kursrückgänge notwendig sein könnten, bevor echte Erschöpfung eintritt. Diese Art der Erschöpfung ist es, die historisch den Markt räumt und die Grundlage für eine Erholung schafft. Die aktuelle Phase ist geprägt von Druckaufbau, nicht von Druckentlastung.

Kapital verlässt Bitcoin

Neben Preis und Stimmung zeigt die Kapitalfluss-Daten den ernstesten Teil dieser Geschichte.

Die Realised Cap von Bitcoin, die die tatsächlichen Anschaffungskosten der on-chain gehaltenen Coins verfolgt, ist in den letzten 30 Tagen um 2,4 % gefallen. OnChainMind hebt dies als ein seltenes und bedeutungsvolles Signal hervor.

Bei den meisten Korrekturen bleibt die Realised Cap stabil oder steigt weiter. Ein negativer Wert bedeutet, dass Coins unter dem ursprünglichen Kaufpreis der Halter gehandelt werden.

Das engagierte Kapital verlässt das Netzwerk. Dieses Muster trat historisch nur in späten Bärenmärkten oder Perioden des echten strukturellen Zusammenbruchs auf. Die Abflüsse haben noch kein Anzeichen einer Verlangsamung gezeigt.

Angst auf diesem Niveau wirkt marktweit

Ein Wert von 9 im Fear and Greed Index spiegelt nicht nur die Stimmung der Händler wider. Er beeinflusst aktiv das Marktverhalten.

OnChainMind erklärt, dass extreme Angst die Teilnahme verringert, die Orderbücher verengt und die Kursschwankungen schärfer macht. Jede plötzliche Bewegung schürt mehr Angst, und der Kreislauf setzt sich fort.

Um die Zahl in Kontext zu setzen: Das Bärenmarkt-Tief 2018 lag bei 11 im selben Index. Der COVID-Crash im März 2020 erreichte 9. Ein solch niedriger Wert ist ungewöhnlich.

Laut OnChainMind erholen sich die Märkte nicht, wenn die Stimmung plötzlich positiv wird. Sie erholen sich erst, wenn die Verkäufer erschöpft sind und die Panik keinen Treibstoff mehr hat. Dieser Prozess, basierend auf den aktuellen Daten, ist noch im Gange.

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