Fischer-Äquivalent: Die US-Wirtschaft kommt der Realisierung eines „Soft Landing“ in der Wirtschaftsgeschichte am nächsten, aber niemand wagt es, den Sicherheitsgurt zu lösen

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„Wall Street Journal“-Journalist Nick Timiraos, der auch als „Stimme der Federal Reserve“ gilt, schrieb am 15. Februar, dass alle wichtigen Indikatoren der US-Wirtschaft in die gleiche Richtung zeigen: Inflation sinkt, Beschäftigung ist robust, das Wachstum ist stabil. Dies ist die bislang dem „Soft Landing“ am nächsten kommende Phase in der Geschichte der US-Wirtschaft. Er warnte jedoch auch, dass die Kern-PCE-Inflation weiterhin nahe bei 3 % liege und durch Zölle verursachte Preisdrucke möglicherweise eine große Fortschritte bei der Inflation in diesem Jahr verhindern könnten.
(Vorheriger Kontext: Analyse: Wall Street „überpreist BTC-Longs“, ausländische Investoren reduzieren ihre Positionen)
(Hintergrund: Das Management von fast einer Billion US-Dollar bei Wall Street’s Apollo arbeitet mit DeFi-Kreditplattform Morpho zusammen, um 90 Millionen Token zu erwerben)

Inhaltsverzeichnis

  • Dem „Soft Landing“ am nächsten in der Geschichte
  • Niemand wagt es, den Sicherheitsgurt zu lösen
  • Der Arbeitsmarkt birgt versteckte Risiken: „Die Arbeitslosenquote könnte steigen“

Vor vier Jahren glaubten die meisten Ökonomen, dass es für die USA unmöglich sei, die Inflation ohne eine Rezession zu zügeln. Heute zeigt die neueste Analyse von Nick Timiraos, dass dieses einst als „unmögliche Aufgabe“ geltende Szenario Wirklichkeit wird: Die US-Wirtschaft ist nicht nur nicht in eine Rezession geraten, sondern die Inflation sinkt auch stetig auf das Ziel der Federal Reserve von 2 %.

Dem „Soft Landing“ am nächsten in der Geschichte

Nick Timiraos weist darauf hin, dass die drei wichtigsten Säulen der US-Wirtschaft derzeit gleichzeitig auf Grün stehen:

Inflation: Die neuesten Daten vom 13. Februar zeigen, dass die Verbraucherpreisindex (CPI)-Jahresrate im Januar auf 2,4 % gefallen ist, der Kern-CPI liegt bei 2,5 %, was den niedrigsten Anstieg seit dem Preisschub 2021 darstellt.

Beschäftigung: Im Januar wurden 130.000 neue Nicht-Land-Arbeitsplätze geschaffen, deutlich mehr als die erwarteten 55.000, die Arbeitslosenquote sank auf 4,3 %.

Wirtschaftswachstum: Das BIP wächst weiterhin stabil, Konsumausgaben und Unternehmensinvestitionen tragen kontinuierlich zur wirtschaftlichen Dynamik bei.

Timiraos betont, dass eine solche gleichzeitige positive Entwicklung äußerst selten ist und die US-Wirtschaft damit „dem Soft Landing am nächsten in der Geschichte“ kommt. Ein Soft Landing bedeutet, die Inflation erfolgreich zu kontrollieren, ohne eine Rezession auszulösen – das ist das angestrebte Szenario der letzten zwei Jahre der Federal Reserve.

Niemand wagt es, den Sicherheitsgurt zu lösen

Nick Timiraos verwendet eine geschickte Metapher: „Auch wenn keine Sauerstoffmaske notwendig ist, ist es noch zu früh, den Sicherheitsgurt zu lösen.“

Seine erste Sorge betrifft die Inflation. Der von der Fed bevorzugte Inflationsindikator, die Kern-Personal Consumption Expenditures (PCE)-Inflation, liegt derzeit noch nahe bei 3 %, also deutlich über dem Ziel von 2 %. Noch entscheidender ist, dass viele Prognostiker glauben, dass die durch Zölle verursachten Preisanstiege allmählich auf weitere Konsumbereiche übertragen werden. Daher dürfte es in diesem Jahr schwierig sein, bei der Inflation große Fortschritte zu erzielen.

Fed-Chef Jerome Powell gab auf einer Pressekonferenz am 28. Januar zu, dass die Kern-PCE-Inflation im Zeitraum von Dezember des Vorjahres bis Dezember dieses Jahres 3,0 % erreichte, „keinen Nettofortschritt“ im Vergleich zu vor einem Jahr. Powell sieht die Überhöhung hauptsächlich bei Warenpreisen (im Zusammenhang mit Zöllen) und betrachtet diese als „einmalige Preisanstiege“ und nicht als dauerhafte Inflation, doch die Märkte sind anderer Meinung.

Derzeit hält die Fed die Zinsen bei 3,5 % bis 3,75 %. Laut CME FedWatch liegt die Wahrscheinlichkeit, im Juni die Zinsen zu senken, bei etwa 83 %. JPMorgan hat seine Prognose jedoch angepasst und erwartet, dass die Fed im Jahr 2026 die Zinsen voraussichtlich unverändert lassen wird und keine Zinssenkungen vornimmt.

Der Arbeitsmarkt birgt versteckte Risiken: „Die Arbeitslosenquote könnte steigen“

Das zweite Risiko, das Timiraos anspricht, ist, dass der Arbeitsmarkt „nicht so stabil ist, wie die Daten vermuten lassen“.

Jeffrey Cleveland, Chefökonom bei Payden & Rygel, sagt offen:

Objektiv gesehen, schwächt sich der Arbeitsmarkt seit einiger Zeit ab. Es ist wahrscheinlicher, dass die Arbeitslosenquote in diesem Jahr steigt, anstatt zu sinken.

Obwohl die Januar-Daten zur Nicht-Land-Arbeitslosigkeit mit +130.000 Stellen sehr positiv sind (deutlich über den Erwartungen), gibt es bei genauerer Betrachtung strukturelle Bedenken: Der Gesundheitssektor trug 82.000 neue Stellen bei (63 % des Gesamtwachstums), während die Bundesbehörden 34.000 Stellen abbauten und die Bundesstaaten 18.000 Stellen reduzierten. Dies spiegelt die Auswirkungen von Effizienzreformen im öffentlichen Sektor wider.

Besonders bemerkenswert ist, dass CNBC in Bezug auf eine Analyse von Timiraos vom 10. Februar schreibt, „dass der Arbeitsmarkt die nächste Entscheidung der Federal Reserve bestimmen wird“, was andeutet, dass eine Abschwächung der Beschäftigungszahlen die Fed möglicherweise zu einer vorzeitigen Zinssenkung zwingen könnte, anstatt auf eine vollständige Rückkehr der Inflation zum Ziel zu warten.

Für den Kryptomarkt bedeutet diese Kernbotschaft: Gute und schlechte Nachrichten kommen gleichzeitig. Wenn das Soft-Landing-Szenario weiterhin Bestand hat, ist dies förderlich für die langfristige Performance risikoreicher Vermögenswerte; aber wenn die Zölle und die Inflation die Spielräume der Fed bei Zinssenkungen einschränken, werden Bitcoin und andere Kryptowährungen kurzfristig weiterhin unter Liquiditätsengpässen leiden.

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