X Millionen Dollar Langtext-Champion Beaverd wird als „Meme-Coin-Kettenräuber“ entlarvt, er reagiert gleichgültig und kontert: „Weint doch.“

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X Plattform gewinnt den Millionendollar-Preis beim Langtext-Schreibwettbewerb Beaverd (@beaverd) wird öffentlich von der On-Chain-Analysefirma Bubblemaps entlarvt, die ihm vorwirft, durch Pump.fun kontinuierlich über zehn Meme-Token zu veröffentlichen und diese hochzupushen, um sie anschließend gewinnbringend zu verkaufen, mit Gesamterlösen von über 600.000 US-Dollar.
(Vorgeschichte: Arthur Hayes’ ausführlicher Artikel: Wahlen, Ölpreise und die Druckmaschine – warum Bitcoin nur im Gesicht von Trump schaut)
(Hintergrund: a16z-Artikel: Welche Risiken bringt Quantencomputing für Kryptowährungen mit sich?)

Am 4. Februar kündigte die X Plattform den Gewinner des Langtext-Wettbewerbs an: Der erste Preis in Höhe von einer Million US-Dollar ging an Beaverd (@beaverd). Sein preisgekrönter Beitrag trägt den Titel „Deloitte, ein 74-Milliarden-Dollar-Krebs, der sich in den USA ausgebreitet hat“ und untersucht die Rolle großer Regierungsberatungsfirmen im IT-System der Bundes- und Landesregierungen. Der Artikel wurde insgesamt über 44,7 Millionen Mal angesehen, erhielt 29.000 Likes und 7.700 Shares. Elon Musk selbst kommentierte darunter: „Beunruhigend.“

Doch bereits am Tag nach der Bekanntgabe des Gewinns veröffentlichte die On-Chain-Analysefirma Bubblemaps einen ausführlichen Untersuchungstweet, der direkt behauptet, dass dieser Millionärs-Gewinner eine zweite Identität habe: Meme-Token-Serienabschneider.

Stell dir vor, du erstellst eine App, um Finanzkriminalität aufzudecken
dann merkst du beiläufig, dass die App so schlecht ist, dass du die Top 5 der „Kriminellen“ nicht aufdecken kannst
stell dir https://t.co/UGQcpUTbkq vor pic.twitter.com/FFjStGomyE
— Beni 🧠 (@benixbt) 10. Februar 2026

adolfnigler.sol und mehr als zehn Nachahmungen

Laut Bubblemaps’ On-Chain-Tracking besteht eine direkte Verbindung zwischen der öffentlichen Adresse von Beaverd und mehreren Wallets, die Pump.fun-Token-Deployments durchführen. Eines dieser Wallets ist bei Solana Name Service (SNS) unter dem Namen „adolfnigler.sol“ registriert – ein Name mit deutlich rassistischem Unterton.

Bubblemaps’ Analyse umfasst mindestens folgende Token:

Token-Name
SIAS
Nach Erreichen eines Marktwerts von 6 Millionen US-Dollar innerhalb weniger Minuten auf Null gesetzt, Konto gelöscht
somaliscan
Nach Bekanntgabe des Gewinns stürzte es um 86 % ab
PISS
Auf Null gesetzt
4am
Auf Null gesetzt
RACISM
Auf Null gesetzt
ExitStrat
Auf Null gesetzt
EGG
Auf Null gesetzt

Bubblemaps’ Analyse zeigt, dass Beaverds übliche Methode darin besteht: Token via Pump.fun deployen → Mit verbundenem Wallet sofort massenhaft „scharf“ kaufen → Preissteigerung vortäuschen → bei Hochpunkt verkaufen → Token-Community-Accounts löschen. Diese Vorgehensweise wiederholte er mehr als zehn Mal, mit Gesamterlösen von über 600.000 US-Dollar.

„Weine ruhig“ – ohne Reue

Angesichts der öffentlichen Vorwürfe von Bubblemaps hat Beaverd weder die Wallet-Verbindung bestätigt noch die Transaktionsaufzeichnungen widerlegt. Stattdessen hinterließ er eine provokante Antwort unter Bubblemaps’ Tweet:

„Weine ruhig (cry me a river), das zählt nicht einmal zu meinen Top 5 Werken.“

Diese Reaktion ohne Reue löste sofort Empörung in der Community aus. Viele Nutzer fragten sich, wie er durch eine Kette von Pump-and-Dump-Strategien Kleinanleger abzockt und gleichzeitig den Millionendollar-„Schöpfer“-Preis der X Plattform erhält.

Bemerkenswert ist, dass Beaverd auf seiner persönlichen Webseite und in seinem X-Profil sich selbst als „Gottes dümmer Soldat“ (God’s most retarded soldier) bezeichnet und in früheren Tweets rassistische Äußerungen gemacht hat. NBC News berichtete, er habe etwa geschrieben: „Ich finde, Amerika ist für hellhäutige Menschen geeignet. Schickt die Somali wieder weg.“ Das offizielle Regelwerk des Langtext-Wettbewerbs verbietet politische oder religiöse Aussagen.

Derzeit argumentiert Beaverd, dass der langfristige Kursverfall der Token von Bubblemaps der wahre „Rug“ sei.

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— Beni 🧠 (@benixbt) 10. Februar 2026

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