Der Niedergang von Bitboy Crypto: Rechtliche Auseinandersetzungen zwingen Influencer zum Ausstieg aus der Daily Show

Ben Armstrong, einst eine prominente Figur in Krypto-Kreisen unter dem Pseudonym “Bitboy”, hat nach drei Jahren kontinuierlicher Produktion das Ende seiner täglichen Livestream-Übertragungen bekannt gegeben. Der Influencer, der durch Preisprognose-Videos und Krypto-Marktkommentare eine große Anhängerschaft aufgebaut hatte, nannte als Hauptgründe für seine Entscheidung, die Show Anfang 2024 einzustellen, untragbare finanzielle Verluste und steigende Rechtskosten. Armstrong gab bekannt, dass sein tägliches Content-Management etwa 25.000 US-Dollar pro Woche verschlang, während allein die Rechtskosten monatlich rund 100.000 US-Dollar betrugen – eine finanzielle Belastung, die letztlich nicht mehr tragbar war.

Vom Krypto-Promi zur Krise: Der Aufstieg und Fall von Ben Armstrong

Bitboy Crypto entstand während des Bullenmarktes 2018 als eine überzeugende Stimme in der Retail-Trading-Community. Armstrongs Kanal zeichnete sich durch energiegeladene Produktionswerte und mutige, headline-getriebene Inhalte aus, mit Videos, die “UNMÖGLICHE Gewinne” und “Bitcoin-SUPERZYKLUS” prognostizierten und Zehntausende von Zuschauern anzogen. Sein Rezept – Unterhaltung kombiniert mit umsetzbaren (oder vermeintlichen) Markteinblicken – sprach eine bestimmte Zielgruppe an, die sowohl Analyse als auch Spektakel suchte. Dieser frühe Erfolg führte zu erheblichem Einfluss im Krypto-Handelsumfeld und etablierte Armstrong als eine bekannte Persönlichkeit, deren Empfehlungen bei seinem Publikum Gewicht hatten.

Schnelles Geldverlusten: Warum der tägliche Livestream untragbar wurde

Die Mathematik, einen professionellen täglichen Broadcast aufrechtzuerhalten, erwies sich letztlich als unmöglich. Armstrong erklärte in einem emotionalen Video, dass die Produktion hochwertiger, konsistenter Inhalte für ein Livestream-Format Ressourcen erforderte, die die Einnahmen bei weitem überstiegen. Die 25.000 US-Dollar wöchentliche Ausgaben, kombiniert mit sechsstelligen monatlichen Rechtskosten, schufen eine finanzielle Notlage, die selbst eine große Anhängerschaft nicht ausreichend monetarisieren konnte. Diese Situation verdeutlichte eine breitere Spannung in der Influencer-Ökonomie: Die Größe des Publikums führt nicht zwangsläufig zu nachhaltigen Einnahmequellen, insbesondere wenn Creator unerwarteten rechtlichen und finanziellen Druck erleben. Für Armstrong wurde der tägliche Stream – den er über Marktzyklen, Feiertage und persönliche Krisen hinweg drei Jahre lang gepflegt hatte – genau dann untragbar, als er am dringendsten finanzielle Stabilität brauchte.

Skandal und Rechtsstreit: Wie ein Token-Launch den Zusammenbruch auslöste

Der Auslöser für Armstrongs Schwierigkeiten war die Einführung des $BEN-Coins Mitte 2023, ein Kryptowährungsprojekt, das Armstrong ins Leben gerufen hatte, um seine Marke über Content-Erstellung hinaus zu erweitern. Doch das Projekt zerbrach schnell nach Enthüllungen über “ernsthafte und persönliche Anschuldigungen” gegen Armstrong, was zu seiner Entfernung aus der BitBoy-Marke kurz nach dem Start des Tokens führte. Es folgte eine Kette schädlicher Enthüllungen: Armstrongs Affäre mit der CEO von BEN Coin, seine Festnahme bei einem früheren Geschäftspartner und eine langwierige Klage gegen das Unternehmen, das die BitBoy-Intellectual Property kontrolliert. Diese Ereignisse, von denen einige während Livestreams stattfanden, verwandelten Armstrong von einem respektierten (wenn auch umstrittenen) Marktkommentator in eine Figur, die in Skandale verwickelt war, die Geschäfts-, persönliche und rechtliche Aspekte umfassten.

Die größeren Auswirkungen für Bitboy Crypto und die Branche

Der Werdegang des Gründers von Bitboy Crypto dient als warnendes Beispiel innerhalb des Kryptowährungs-Ökosystems. Armstrongs Erfahrung unterstreicht die prekäre Lage von Influencern, die persönliche Marken in einem unregulierten Markt aufbauen, in dem Interessenkonflikte, Anschuldigungen und rechtliche Risiken schnell zu existenziellen Krisen führen können. Der Übergang von stabilen Einnahmen zu rechtlichem Kampf, verbunden mit der Schwierigkeit, das Publikum durch Kontroversen zu halten, schafft ein Szenario, in dem selbst etablierte Persönlichkeiten rasch beruflich scheitern können. Während die Branche weiter reift, zeigen Fälle wie Armstrongs die Bedeutung von Governance, rechtlicher Compliance und ethischem Verhalten für Creator, die nachhaltige Karrieren im Bereich digitaler Assets anstreben.

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