Kryptowährungsmarkt Mittagsanalyse: Technische Erholung nach dem Absturz, Bärenmuster bleibt bestehen



25. Februar 2026, Mittags, zeigt der Kryptowährungsmarkt nach einem erheblichen Rückgang am Vortag eine schnelle Erholung. Bitcoin stieg rasch von einem Tief bei 63.913 USD auf ein Hoch bei 66.300 USD, aktuell liegt er bei 66.029 USD, was einem Tagesanstieg von etwa 3 % entspricht; Ethereum erholte sich ebenfalls auf etwa 1.919 USD, ein Plus von ca. 4 %. Diese Erholung ist hauptsächlich auf kurzfristiges Überverkaufen und das Nachholen von Short-Positionen zurückzuführen. Insgesamt befindet sich der Markt weiterhin im "Verteidigungsmodus", das Bärenklima ist nicht verschwunden. In den letzten 24 Stunden wurden auf der gesamten Plattform 3,64 Milliarden USD an Liquidationen verzeichnet, über 126.000 Trader wurden aus ihren Positionen geworfen, die Marktstimmung ist extrem ängstlich.

Marktübersicht und Kerndaten

Performance der Top-Coins: Bitcoin erholte sich nach dem Durchbrechen der 63.000 USD-Marke rasch und erreichte ein Hoch bei 66.306 USD. Die Volatilität innerhalb der letzten 24 Stunden war groß, mit Schwankungen zwischen 63.913 USD und 66.300 USD. Ethereum zeigte eine schwächere Performance, fiel am Morgen kurzzeitig unter die Unterstützung bei 1.880 USD, erholte sich aber wieder über 1.900 USD.

Kapitalflüsse: Der US-Spot-Bitcoin-ETF verzeichnete den sechsten aufeinanderfolgenden Tag mit Nettoabflüssen. Seit Februar sind insgesamt über 2,4 Milliarden USD abgezogen worden, was einen Rekord für tägliche Abflüsse seit Einführung des ETFs darstellt. Das massive Abziehen von institutionellem Kapital ist der zentrale Treiber für den Kursrückgang und schafft einen Teufelskreis aus "Kapitalabfluss – Kursrückgang – Liquidationen – erneute Verkäufe".

Der Derivatemarkt: In den letzten 24 Stunden wurden auf der gesamten Plattform Krypto-Kontrakte im Wert von 3,64 Milliarden USD liquidiert, über 126.000 Trader wurden aus ihren Positionen geworfen, wobei Long-Positionen zu über 72 % betroffen waren. Innerhalb der vier Stunden der Marktaufschwung wurden Liquidationen im Wert von 1,29 Milliarden USD verzeichnet, davon entfielen 1,25 Milliarden USD auf Short-Positionen, was auf eine Vielzahl von Short-Positionen hinweist, die bei der Erholung zwangsweise glattgestellt wurden.

Marktbeeinflussende Faktoren

Makroökonomische Negativeffekte: Trumps 10 %-Zollpolitik tritt heute in Kraft, der Zeitplan für die 15 %-Zollmaßnahmen ist noch unklar. Das Weiße Haus umgeht den Kongress durch den §122 des Handelsgesetzes, um die Zollmaßnahmen um weitere 150 Tage zu verlängern. Die Verschärfung der Zollpolitik löst globale Marktvolatilität aus, Kapital fließt schnell aus Hochrisikoanlagen ab, Kryptowährungen sind besonders betroffen.

Erwartungen an die Fed-Politik: Chicago Fed-Präsident Goolsbee äußerte öffentlich, dass die aktuelle Inflation "noch nicht ausreichend niedrig" sei. Die Zollentscheidungen helfen zwar, die Inflation zu dämpfen, doch besteht weiterhin die Gefahr eines Inflationsanstiegs. Dies deutet darauf hin, dass die Fed kurzfristig keine schnellen Zinssenkungen plant. Die Erwartungen an eine Zinssenkung im Juni sinken weiter, was die Liquidität im Kryptomarkt kurzfristig belastet.

Geopolitische Risiken: Trump äußerte Unterstützung für israelische Luftangriffe auf Iran, was die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten verschärft. Einige Investoren verkaufen ihre Krypto-Assets zur Risikominderung. Zudem reist Bundeskanzlerin Merkel ab heute mit einer "großen Wirtschaftsdelegation" nach China, was die Unsicherheit in der globalen geopolitischen Lage erhöht und die Risikobereitschaft beeinflusst.

Regulatorische Entwicklungen: Die US-Notenbank startet eine 60-tägige öffentliche Konsultation zu einem neuen Vorschlag, der "Reputationsrisiken" aus den Bankenregeln dauerhaft entfernen soll. Es wird klargestellt, dass Kunden, die legale Aktivitäten ausüben, nicht wegen "Reputationsrisiken" bestraft oder ausgeschlossen werden dürfen, auch nicht Krypto-Unternehmen. Ziel ist es, die De-Bankenisierung der Krypto-Branche zu mildern und ein günstigeres regulatorisches Umfeld zu schaffen.

Technische Analyse

Bitcoin-Technik: Tageschart zeigt einen starken Abverkauf mit einem deutlichen Kursrutsch. Bitcoin durchbrach die wichtigen Unterstützungen bei 65.000 USD, 64.000 USD und 63.000 USD. Das gleitende Durchschnittssystem ist extrem bärisch ausgerichtet, der MACD-Indikator befindet sich deutlich unter der Nulllinie und zeigt stark nach unten. Die Abwärtsdynamik ist anhaltend. Im 4-Stunden-Chart zeigt sich ein einseitiger Abverkauf mit schwacher Erholung, das Volumen ist stark angestiegen, was auf massiven Verkaufsdruck und erschöpfte Käufer hinweist.

Wichtige Kursniveaus: Unterstützung bei 62.700 USD, 62.000 USD und 60.000 USD; Widerstände bei 63.500 USD und 65.000 USD. Ethereum: Unterstützung bei 1.860 USD, 1.850 USD und 1.800 USD; Widerstände bei 1.890 USD und 1.920 USD.

Marktstruktur: Die größte Coin-Gruppe besteht aus "Hodlern", die bei hohen Kursen eingestiegen sind und nun festhängen. Es gibt kaum neue Kapitalzuflüsse. Die Funding-Raten sind zwar wieder positiv, aber die Daten der wichtigsten CEX- und DEX-Börsen zeigen weiterhin eine überwiegend negative Marktstimmung. Viele Altcoins befinden sich noch in negativen Funding-Raten, was auf eine anhaltende Marktangst hinweist.

Handelsempfehlungen

Grundsatz: Derzeit befindet sich der Markt in einer extremen Situation aus "doppeltem Negativ-Feedback + technischer Break + Panikverkäufen". Das wichtigste Prinzip lautet: "Kleine Positionen, strikte Stop-Loss, kein Kampf gegen den Trend, kein Bottom-Fishing". Bei Erholungen vorsichtig sein, bei wichtigen Widerständen short gehen, bei Unterstützung long.

Aggressive Strategie (Rebound-Trading): Für risikobereite Trader geeignet. Bitcoin kann in der Zone 64.200-64.500 USD leicht positioniert werden, mit Stop-Loss unter 63.800 USD, Ziel bei 65.800-66.200 USD. Ethereum: in der Zone 1.860-1.880 USD, mit Stop-Loss unter 1.830 USD, Ziel bei 1.920-1.950 USD. Achtung: Der Trend ist weiterhin abwärts, Rebound-Trading ist riskant und hat eine hohe Fehlschlagswahrscheinlichkeit.

Defensive Strategie (Sideways-Trading): Für die meisten Investoren geeignet. Abwarten, bis klarere Signale erscheinen, keine aktuellen Volatilitäten handeln. Geduldig auf einen Kursrutsch unter wichtige Unterstützungen (z.B. 60.000 USD bei Bitcoin) warten, um Short zu gehen, oder bei einem Volumenausbruch über den Widerstand auf Long setzen. Obwohl man kleinere Rebound-Chancen verpasst, vermeidet man unnötige Verluste bei unklaren Trends und schützt das Kapital.

Trend-Order-Strategie: Bei einem Rebound von Bitcoin auf 63.200-63.500 USD kann man leicht short gehen, Positionsgröße 5-8 %, Stop-Loss bei 64.500 USD, Ziel bei 62.700 USD. Bei Ethereum: Rebound auf 1.880-1.890 USD, leicht short gehen, Positionsgröße 5-8 %, Stop-Loss bei 1.920 USD, Ziel bei 1.860 USD.

Risiken und Ausblick

Kurzfristige Risiken: Trump hält heute um 16:00 Uhr MEZ eine Rede zur Lage der Nation, mit Schwerpunkten auf Zölle, Lebenshaltungskosten, Einwanderung und Geopolitik. Weitere Verschärfungen bei Zöllen oder eine hawkishe Handelspolitik könnten den Kryptomarkt erneut stark abstürzen lassen. Zudem ist die Entwicklung an den US-Abörsen und der US-Dollar-Index zu beobachten. Der Dollar-Index nähert sich einem Vier-Wochen-Hoch und drückt auf die Kryptopreise.

Mittelfristiger Ausblick: Analysten erwarten, dass Bitcoin eine "große Korrektur" erleben und auf etwa 55.000 USD fallen könnte. Bei anhaltendem Verkaufsdruck könnten 53.000 bis 55.000 USD die nächsten Zielmarken sein. Bitcoin könnte nach sechs Wochen Abwärtstrend erstmals seit Mai 2022 wieder sechs Wochen in Folge fallen. Die 60.000 USD-Marke bleibt ein entscheidender Support; bei Unterschreiten droht eine weitere Abwärtsbewegung bis ca. 55.000 USD.

Positive Signale: Trotz der heftigen kurzfristigen Volatilität gibt es auch positive Anzeichen. Der Partner des Krypto-Venture-Capital-Unternehmens Dragonfly sieht die aktuelle Korrektur als normalen Marktprozess, nicht als AI-Übernahme. Das Angebot an Stablecoins wächst jährlich um 50 %, was auf anhaltende Kapitalzuflüsse in die Krypto-Ökosysteme hindeutet. Die Hongkonger Finanzaufsicht plant, im März die ersten Stablecoin-Lizenzen zu vergeben, was den regulatorischen Rahmen für die Branche verbessert.

Die heutige Erholung im Kryptomarkt ist eine technische Gegenreaktion nach dem Absturz und kein Trendwechsel. Unter den Faktoren wie Trumps Zollpolitik, anhaltende ETF-Abflüsse, hawkishe Signale der Fed und andere negative Einflüsse bleibt der Markt insgesamt bärisch und defensiv. Investoren sollten äußerst vorsichtig sein, Positionen und Risiken strikt kontrollieren und bei unklaren Trends keine voreiligen Trades eingehen. Kurzfristig sind die Schlüsselwiderstände bei Bitcoin bei 66.500 USD und bei Ethereum bei 1.950 USD. Bei einem Scheitern an diesen Marken könnte der Markt erneut die Unterstützung testen. Mittelfristig ist eine Erholung nur bei verbesserten makroökonomischen Bedingungen und wieder fließendem institutionellem Kapital zu erwarten, um einen nachhaltigen Boden zu etablieren.
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