🚨【Marktbeobachtung|Gehen wir auf den „Minsky-Moment“ zu?】



Die jüngste Marktstimmung erinnert mich immer mehr an einen klassischen Begriff – den Minsky-Moment.

Es ist ein Moment, in dem „alles scheinbar stabil ist, aber im Handumdrehen zusammenbricht“.

🔹 Was ist der Minsky-Moment?|Grenzpunkt des Hebelzyklus

Hyman Minsky stellte eine Theorie der Finanzinstabilität auf:
Stabilität selbst fördert Instabilität. Während einer langen Boomphase glauben Investoren zunehmend, dass Risiken kontrolliert sind und der Hebel weiter erhöht werden kann.

Die Kreditstruktur durchläuft drei Phasen:
1️⃣ Absichernde (Hedge Finance): Tilgung und Zinszahlung möglich.
2️⃣ Spekulative (Speculative Finance): Zinszahlung möglich, aber keine Tilgung, nur „Verlängerung“ möglich.
3️⃣ Ponzi (Ponzi Finance): Selbst die Zinszahlungen müssen durch neue Schulden gedeckt werden.

Wenn immer mehr Kapital in die dritte Phase fließt, ist der Minsky-Moment nicht mehr weit. In diesem Moment braucht es keinen „schwarzen Schwan“, nur eine Verknappung der Liquidität oder ein leichtes Vertrauensverlust, und die Kettenreaktion der Enthebelung löst einen Zusammenbruch aus.

🔹 Warum habe ich das Gefühl, dass wir jetzt sehr ähnlich sind?
Einige Marktzeichen lassen wirklich die Nackenhaare hochstehen: Hohe Risiken bei hohen Zinssätzen – obwohl die geldpolitischen Zinssätze noch hoch sind, fließt Kapital in risikoreiche Anlagen (AI-Konzeptaktien, Verschlüsselung, Subprime-Kredite). Das ist typisch für die Phase der „übermäßigen Hebeloptimismus“.

Kreditexpansion: Auch bei hohen Zinssätzen steigen Unternehmensanleihen und Konsumentenkredite weiter an. Das zeigt, dass der Markt noch immer annimmt, „es ist alles in Ordnung, es hält“.

Niedrige Marktvolatilität: Der VIX, MOVE und sogar die implizite Volatilität im Verschlüsselungsmarkt sind auf historischen Tiefständen, was darauf hindeutet, dass die Risikowahrnehmung der Investoren nachlässt.

Asset-Preise weichen von den Fundamentaldaten ab: Ähnlich wie 2006 auf dem Immobilienmarkt oder 2021 bei Tech-Aktien. Heute zählen bei vielen Bewertungen nicht mehr die Cashflows, sondern nur noch „Geschichten“.

In einem solchen Umfeld kann ein Liquiditätsereignis den „Minsky-Auslöser“ auslösen.

Dabei sind drei Datensätze besonders wichtig:

1️⃣ Credit Spread → Wenn die Differenz zwischen Investment-Grade- und Hochzinsanleihen schnell wächst, zeigt das eine Rückkehr der Risikoscheu.

2️⃣ Kosten des Kapitals und Liquiditätsindikatoren (wie SOFR, US-Dollar-Index, Reverse-Repos) → Eine US-Dollar-Verknappung ist meist der „letzte Strohhalm“.

3️⃣ Hebelquoten und Margin-Nutzung (insbesondere im Ableitungsmarkt) → Wenn die Märkte mit der Enthebelung beginnen, werden auch gute Vermögenswerte verkauft.

Kurz gesagt, der „Minsky-Moment“ ist nie der Beginn des Platzen einer Blase, sondern der Moment, in dem das Vertrauen verschwindet.

Der echte Minsky-Moment kommt oft später und ist heftiger, als man denkt. Doch die aktuellen Merkmale – hoher Hebel, niedrige Volatilität, emotionale Übertreibung, Risikovermeidung – erfüllen bereits die „Minsky-Bedingungen“.

In dieser Phase sollte man nicht versuchen, einen Zusammenbruch vorherzusagen, sondern das Risiko der übermäßigen Abhängigkeit von optimistischen Annahmen reduzieren. Besonders bei Vermögenswerten, die nur durch Liquidität gehalten werden, ist Vorsicht geboten.

#MinskyMoment #Crypto #Kaito #CookieFun
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