Die SEC erkennt eine Fehlentscheidung in der Krypto- Durchsetzung an und verhängt gegen 95 Unternehmen insgesamt Geldstrafen in Höhe von 2,3 Milliarden US-Dollar

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Gate News Nachricht, die US-Börsenaufsicht SEC hat zuletzt eingestanden, dass ihr früheres Vorgehen bei Durchsetzungsmaßnahmen gegen die Krypto-Branche „Mängel“ aufwies, und dabei mindestens sieben Fälle als eine „Fehlinterpretation“ der bundesweiten Wertpapiergesetze bezeichnet. Laut SEC hat sie zuvor Klagen gegen rund 95 Unternehmen angestrengt, mit kumulierten Bußgeldern in Höhe von bis zu 2,3 Milliarden US-Dollar, vor allem wegen Verstößen gegen Buchführungs- und Aufzeichnungsanforderungen. Diese Fälle hätten jedoch keinen praktischen Schutz für Anleger geboten oder einen klaren Nutzen gebracht.

Die Aufsichtsbehörde erklärte weiter, dass diese Art von Durchsetzungsstrategie in der Ressourcenverteilung fehlerhaft sei: Sie habe übermäßig auf die Anzahl der Fälle fokussiert, statt auf einen substantiellen Anlegerschutz. Seit Februar 2025 hat die SEC sieben kryptobezogene Fälle zurückgenommen, darunter auch Fälle gegen einschlägige CEX-bezogene Unternehmen sowie Consensys Software, was deutliches Signal für eine Anpassung der Politik aussendet.

Diese Entwicklung steht in engem Zusammenhang mit der Wende im US-Regulierungsumfeld. Nachdem Paul Atkins 2025 zum Vorsitzenden der SEC ernannt wurde, veränderte sich der regulatorische Ansatz schrittweise von strenger Regulierung hin zur Förderung von Innovation. Atkins hatte zuvor öffentlich kritisiert, dass frühere Richtlinien sich nicht an die Weiterentwicklung der Blockchain-Technologie angepasst hätten, und eine Modernisierung des regulatorischen Rahmens vorangetrieben. Anfang dieses Jahres startete die SEC gemeinsam mit der CFTC „Project Crypto“, um die Grenzen der Regulierung digitaler Assets klarer zu definieren, und stellte dabei fest, dass die meisten Krypto-Assets nicht in den Bereich der Wertpapiere fallen.

Zusätzlich brachte die SEC einen „Safe-Harbor“-Mechanismus ins Spiel, der für Start-up-Krypto-Projekte konformes Finanzierungs-„Spiel“-Raum schaffen soll, um unter Wahrung des Anlegerschutzes die Innovationshürden zu senken. Dieser Vorschlag wurde bereits in den regulatorischen Prüf- und Bewertungsprozess eingereicht; falls er angenommen wird, könnte er den Compliance-Pfad der US-Kryptoindustrie neu gestalten.

Aus Marktsicht kann eine Verlagerung der regulatorischen Haltung dazu beitragen, die langfristige Unsicherheit zu mindern und ein klareres Umfeld für Mainstream-Assets wie Bitcoin, Ethereum sowie die dazugehörigen Unternehmen zu schaffen. Allerdings braucht die Umsetzung der Politik noch Zeit, sodass Anleger die weiteren Details zu Gesetzgebung und Vollzug weiterhin genau im Blick behalten müssen. (The Block)

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