Gate News Nachricht, im Jahr 2026 steht der Private-Credit-Markt vor Liquiditätsdruck. Investoren versuchen, in diesem Quartal rund 13 Milliarden US-Dollar zurückzufordern, aber die tatsächlich ausgezahlte Summe liegt bei weniger als der Hälfte. Eine Situation ähnlich einer „Bank Run“-Konstellation zeichnet sich zunehmend ab. Mehrere Institutionen einschließlich BlackRock, Apollo, Ares, Blackstone und weiterer haben bereits Mechanismen zur Begrenzung von Rücknahmen aktiviert, wobei die Quote der quartalsweisen Abhebungen auf etwa 5 % kontrolliert wird. Einige Fonds erhöhen sogar die Obergrenze oder nutzen Eigenmittel, um den Liquiditätsbedarf zu decken.
Unter Bedingungen einer konzentrierten Freisetzung der Nachfrage liegt die Rücknahmequote deutlich über den Begrenzungsschwellen. Beispielsweise erreichen bei einigen Fonds die Rücknahmeanfragen eine Quote von 11 % bis 14 %, aber die tatsächlich zurückgezahlten Mittel reichen nicht für mehr als die Hälfte. Rund 4,6 Milliarden US-Dollar müssen zwangsweise gebunden bleiben. Gleichzeitig haben einzelne Produkte die Rücknahmen bereits ausgesetzt, was die angespannte Stimmung im Markt weiter verschärft.
Der Kern des Problems liegt in der Zusammensetzung der Vermögenswerte. Private-Credit-Fonds halten hauptsächlich Kreditanlagen, deren Liquidität schlechter ist. In einem Umfeld, in dem sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verschärfen und das Ausfallrisiko steigt, lassen sich diese Vermögenswerte nur schwer zeitnah realisieren. Daten zeigen, dass sich die Ausfallquote im Private-Credit bis Anfang 2026 auf 5,8 % erhöht hat und damit einen historischen Höchststand erreicht. Prognosen von Institutionen zufolge könnte sie in Zukunft auf 8 % oder sogar höher steigen.
Besonders beachtenswert ist, dass Blockchain in dieses Feld integriert wird. Einige Institutionen bringen tokenisierte Private-Credit-Produkte ein, indem sie sie in das DeFi-Ökosystem einbetten, um die Liquidität und die Rendite zu steigern. Aber die tatsächliche Lage zeigt, dass die Tokenisierung zwar die Geschwindigkeit erhöht, mit der Gelder in Umlauf kommen und sich der Leverage-Zyklus beschleunigt, jedoch die Liquiditätsmängel der zugrunde liegenden Vermögenswerte nicht verbessert. Im Gegenteil kann sie Risiken in einer Phase des Marktrückgangs sogar verstärken.
Darüber hinaus sollte der makroökonomische Druck ebenfalls nicht unterschätzt werden. Steigende Energiepreise, Veränderungen der Beschäftigungsstruktur, die durch künstliche Intelligenz ausgelöst werden, sowie anhaltende Inflation treffen die Fähigkeit der Kreditnehmer, ihre Schulden zu bedienen. Jerome Powell definiert die Lage als „Anpassung“, doch Markterhebungen zeigen, dass die meisten Fondsmanager der Auffassung sind, dass Private Credit zur Quelle systemischer Risiken in der nächsten Phase werden könnte.
Unter dem doppelten Einfluss des konzentrierten Abzugs von Mitteln und der Belastung durch die Qualität der Vermögenswerte steht die Stabilität des Private-Credit-Markts vor einer Bewährungsprobe. Auch die möglichen Übertragungsrisiken auf den Kryptomarkt und die On-Chain-Kreditstruktur sollten daher mit Vorsicht betrachtet werden.