USA und Iran führen anhaltende militärische Konflikte, die internationalen Ölpreise steigen innerhalb eines Tages um über 4,5 % und kehren auf über 104 US-Dollar pro Barrel zurück. Die Schatten der Inflation kehren zurück, die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die Federal Reserve vor Juli ist innerhalb einer Woche auf über 20 % gestiegen. Die US-Aktienmärkte schwanken, Investoren verkaufen risikoreiche Anlagen und wenden sich Bargeld zu. Bitcoin bleibt bei etwa 70.500 US-Dollar stabil.
US-Aktien- und Kryptowährungskurse, Statistiken, Nahost-Situation unklar! US-Aktien schwanken, Ölpreis steigt über 100 US-Dollar
Der Konflikt zwischen den USA und Iran dauert an. Trump erklärte am Dienstag, die USA hätten den Iran „vollständig besiegt“ und es gebe Fortschritte bei den Verhandlungen. Das Pentagon kündigte jedoch an, mehrere Tausend Soldaten in den Nahen Osten zu entsenden, was Zweifel an einem langwierigen Krieg aufkommen lässt.
Davon beeinflusst schwanken die US-Aktienmärkte:
Dow Jones Industrial fällt um 84,41 Punkte (-0,18 %) auf 46.124,06 Punkte.
S&P 500 fällt um 24,63 Punkte (-0,37 %) auf 6.556,37 Punkte.
Nasdaq fällt um 184,87 Punkte (-0,84 %) auf 21.761,89 Punkte.
Philadelphia Semiconductor Index steigt um 99,58 Punkte (+1,28 %) auf 7.872,71 Punkte.
Was den Ölpreis betrifft, so stieg der Brent-Ölpreis innerhalb eines Tages um über 4,5 % und kehrte über 104 US-Dollar pro Barrel zurück. Auch das US West Texas Intermediate (WTI) stieg auf etwa 92 US-Dollar pro Barrel.
Zinssatzerwartungen zerplatzt, Zinserhöhungen wieder im Blick
Der hohe Ölpreis treibt die Inflationserwartungen an. Das FedWatch-Tool der CME zeigt, dass die implizite Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung vor Juli innerhalb einer Woche von null auf 20,5 % gestiegen ist. Die Chance auf eine Zinserhöhung bis Jahresende liegt bei über 30 %, während die Erwartungen auf eine Zinssenkung in diesem Jahr nahezu verschwunden sind.
Quelle: FedWatch
Die Rendite der fünfjährigen US-Staatsanleihen steigt gleichzeitig auf 4,10 %, ein Neunmonats-Hoch, was zeigt, dass Investoren die zukünftigen Kapitalkosten schnell neu bewerten. Bargeld bleibt die defensive Wahl, die die Marktstimmung dominiert.
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Technologiewerte stark gefallen, Energietitel in diesem Jahr die stärksten
Die angespannte Nahost-Situation und der Druck durch die Zinsumgebung spiegeln sich auch in den Tech-Aktien wider. Nvidia, Google, Meta, Microsoft, Amazon und Tesla sind seit Jahresbeginn um 7 % bis 23 % gefallen. Im Gegensatz dazu zeigen die Energietitel eine beeindruckende Performance mit Zuwächsen von 30 % bis 65 %.
Quelle: TradingView
Angesichts der US-Staatsverschuldung, die 39 Billionen US-Dollar übersteigt, und der Debatte im Kongress über zusätzliche 200 Milliarden US-Dollar für den Kriegshaushalt könnten die Möglichkeiten der Federal Reserve für eine quantitative Lockerung (QE) weiter eingeschränkt werden.
Bitcoin testet Unterstützung, Risiko eines Bruchs bei 66.000 US-Dollar steigt
Gleichzeitig testete Bitcoin am Montag erneut die Unterstützung bei 67.500 US-Dollar, erholte sich und stabilisierte sich bei etwa 70.500 US-Dollar. Der Goldpreis erlebte den stärksten Tagesverlust seit fast 50 Jahren. Das Kursverhalten der letzten Wochen bis hin zu den letzten sechs Monaten zeigt eine rapide Verschlechterung der Risikobereitschaft am Markt.
Chain News ist der Ansicht, dass vorerst keine fundamentale Unterstützung zu erwarten ist, solange die Inflation nicht nachlässt und keine Anzeichen für ein Ende des Iran-Konflikts sichtbar sind. Die makroökonomischen Belastungen könnten das Aufwärtspotenzial begrenzen.
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