Meta kehrt mit Stablecoin zurück, der Vorteil liegt im Distributionsrecht

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Der Trend der Stablecoins erlebt eine Wiederbelebung, da immer mehr Emittenten Token an reale Vermögenswerte, hauptsächlich USD, koppeln, trotz der Abschwächung des Kryptomarktes im Vergleich zum Oktober-Höchststand.

In dieser Woche hat das deutsche Joint Venture AllUnity zwischen DWS, Galaxy und Flow Traders eine Stablecoin auf Schweizer Franken (CHFAU) herausgegeben. In Asien haben SBI Holdings und Startale Group Versionen an Yen (JPYSC) gekoppelt. Zuvor kündigte Agant die Entwicklung einer britischen Pfund-gebundenen Stablecoin an, während Hongkong voraussichtlich ab März die Lizenzierung von Stablecoins beginnen wird.

Bemerkenswert ist, dass Meta, unter der Leitung von Mark Zuckerberg, angeblich plant, die Bezahlung mit Stablecoins in der ersten Hälfte dieses Jahres zu integrieren. Zuvor war Meta mit dem Projekt Libra (später umbenannt in Diem) im Jahr 2019 gescheitert, nachdem es auf starken Widerstand von Gesetzgebern und Regulierungsbehörden gestoßen war.

Laut Christian Catalini – Mitbegründer von Libra, Professor am MIT und Gründer des MIT Cryptoeconomics Lab – hat sich die Lage inzwischen verändert. Stablecoins werden zunehmend Teil der Zahlungsinfrastruktur, die von mehreren Akteuren bereitgestellt wird und eine „Commodity“-artige Natur annimmt, anstatt an eine einzelne Marke gebunden zu sein.

Catalini ist der Ansicht, dass nicht nur Meta, sondern auch Google oder Apple verschiedene Stablecoin-Anbieter nutzen könnten, ähnlich wie sie heute Zahlungen abwickeln. Dies zeigt, dass der Markt reifer geworden ist, da Stablecoins zu einer grundlegenden Infrastruktur und nicht nur zu symbolischen Produkten geworden sind.

Diese Ansicht betont auch Andy Stone, Vice President of Communications bei Meta, der sagte, das Ziel sei es, Nutzern und Unternehmen zu ermöglichen, auf der Plattform mit ihrer bevorzugten Methode zu bezahlen.

Laut Catalini liegt der größte Wettbewerbsvorteil im Zeitalter der Stablecoins nicht mehr in der Token-Emission oder der Koordination von Zahlungen zwischen Blockchains, sondern im Besitz der Vertriebskanäle und der direkten Beziehung zu den Endnutzern.

Meta besitzt laut dem letzten Finanzbericht fast 3,6 Milliarden Nutzer auf Facebook, WhatsApp und Instagram – ein enormer Vorteil im Vertrieb.

Dieser Wandel markiert eine bedeutende Abkehr vom früheren „Stablecoin-Sandwich“-Modell, bei dem Werte durch Umwandlungen von Fiat in Krypto und wieder zurück geschaffen wurden.

Aktuelle Entwicklungen zeigen auch, dass einige Unternehmen ihre Pläne aufgegeben haben, spezialisierte Stablecoin-Emissionsplattformen zu übernehmen, was auf einen Trend zur „Commodity“-artigen Infrastruktur für Emission und Zahlung hindeutet.

Dies könnte traditionellen Karten- und Fintech-Netzwerken wie Visa und Mastercard Vorteile verschaffen, die direkten Kontakt zu den Nutzern haben. Obwohl Stablecoins die Einnahmen aus Transaktionsgebühren bedrohen könnten, bleibt die Verteilungsinfrastruktur eine wichtige „Hedge-Ökonomie“ für sie.

Catalini ist der Ansicht, dass die „Commodity“-Verankerung von Stablecoins unvermeidlich ist, da immer mehr Banken und Organisationen eigene Token herausgeben wollen. Wenn Vermögenswerte populär werden, verschiebt sich der Wettbewerb auf die Zahlungsinfrastruktur (Rails) und den Zugang zu Nutzern.

Im Rennen ist auch Stripe, ein langjähriger Zahlungspartner von Meta. Stripe hat 1,1 Milliarden USD ausgegeben, um das Stablecoin-Unternehmen Bridge zu übernehmen, und eine eigene Blockchain namens Tempo entwickelt.

Allerdings stellt sich Catalini die Frage, ob Wettbewerber bereit sind, auf einer Blockchain zu bauen, die von einem konkurrierenden Unternehmen kontrolliert wird. Er betont, dass die größte Herausforderung darin besteht, die Offenheit und Neutralität des Netzwerks zu gewährleisten – das Kernprinzip der Krypto-Bewegung.

Seiner Meinung nach könnten etablierte Netzwerke wie Ethereum, Bitcoin oder Solana auf lange Sicht eine praktikablere Basis sein.

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