Der jüngste Kursverlauf von Bitcoin ist schwach, viele Investoren fragen sich, wo genau das Tief liegt. Analysierende Institution CryptoQuant weist darauf hin, dass das „ultimative Tief“ des aktuellen Bärenmarktes bei etwa 55.000 US-Dollar liegt. Allerdings ist es wahrscheinlich, dass es noch mehrere Monate dauern wird, bis der Markt das Bodenbildungsniveau erreicht hat. Ein einmaliger „panischer Verkaufsdruck“ oder „kapitaler Ausverkauf“ wird das nicht beenden.
Wichtigster Indikator eins: Die Verteidigungslinie des „Realized Price“ wurde noch nicht gebrochen
CryptoQuant erklärt, dass der „Realized Price“ (der durchschnittliche Kostenpreis aller Bitcoins, die zuletzt bewegt wurden) in vergangenen Bärenmärkten fast immer eine langfristige Unterstützung darstellte. Daher gilt er als eine wichtige Referenz für das „Ende des Tiefs“.
CryptoQuant gibt an, dass der aktuelle Bitcoin-Preis noch etwa 25 % über dem Realized Price liegt. In früheren Bärenmärkten, etwa nach dem FTX-Crash, fiel Bitcoin unter den Realized Price um etwa 24 %. Während des Abwärtstrends 2018 war der Rückgang sogar bis zu 30 %.
Noch wichtiger ist, dass Bitcoin nach einem Bruch des Realized Price in der Regel 4 bis 6 Monate benötigt, um das Bodenbildungsniveau zu erreichen.
Wichtigster Indikator zwei: Das Ausmaß der Verluste ist noch nicht „katastrophal“ genug
Ein weiteres Signal, dass der Markt noch nicht den Tiefpunkt erreicht hat, ist die „Realized Loss“ (realisierte Verluste).
Am 5. Februar, als Bitcoin um 14 % auf 62.000 US-Dollar fiel, wurde auf der Blockchain ein Tagesrekord von 5,4 Milliarden US-Dollar an realisierten Verlusten verzeichnet – ein Höchststand seit der Silicon Valley Bank-Krise im März 2023. Dieser Wert übertraf sogar die 4,3 Milliarden US-Dollar nach dem FTX-Zusammenbruch im November 2022. CryptoQuant meint jedoch, dass große Tagesverluste nicht zwangsläufig bedeuten, dass das Tief erreicht ist.
Der Bericht erwähnt: „Derzeit belaufen sich die monatlich kumulierten realisierten Verluste auf nur etwa 300.000 Bitcoins, deutlich weniger als die 1,1 Millionen Bitcoins zum Ende des Bärenmarktes 2022.“
Mehrere On-Chain-Bewertungsmodelle zeigen ebenfalls, dass der Markt noch nicht in die historische „Kapitulationszone“ eingetreten ist:
Außerdem zeigen das Verhalten der Langzeit-Halter, dass sie noch relativ ruhig sind. Daten deuten darauf hin, dass diese sogenannten „Diamantenhände“ Bitcoin meist in der Nähe des Break-even-Punkts verkaufen. Bei früheren Bärenbodenphasen waren diese Investoren jedoch oft in Panik, wenn sie 30 % bis 40 % Verlust hinnehmen mussten.
Derzeit sind noch etwa 55 % aller Bitcoins profitabel. Historisch gesehen sinkt dieser Anteil bei Bärenböden meist auf 45 % bis 50 %.
CryptoQuant ergänzt, dass der „Bull-Bear-Zyklus-Indikator“ derzeit noch im „Bärenmarkt-Abschnitt“ verbleibt und noch nicht in die Phase des „extremen Bärenmarktes“ eingetreten ist, die einen Boden anzeigen würde. Das bedeutet, dass der schmerzhafte Bodenbildungsprozess noch mehrere Monate andauern könnte.
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