Experten warnen, dass Quantencomputer die Sicherheit von Blockchains bis 2030 gefährden könnten, so Circle Research. Kryptografische Protokolle, die elliptische Kurven oder RSA verwenden, sind anfällig für Shors Algorithmus, während Hash-Funktionen wie SHA256 und symmetrische Verschlüsselung wie AES weiterhin sicher bleiben. Regulierungsbehörden in den USA und der EU verlangen, dass kritische Systeme innerhalb des nächsten Jahrzehnts auf post-quanten Algorithmen umstellen.
Post-quanten TLS-Protokolle, einschließlich X25519MLKEM768, gewinnen bei großen Anbietern wie Google und AWS an Verbreitung. Entwickler müssen TLS-Zertifikate aktualisieren und größere öffentliche Schlüssel speichern, um Netzwerkverbindungen zu schützen.
Proof-of-Stake-Blockchains benötigen post-quanten Signaturverfahren für Validatoren, wobei Ethereum XMSS-Multisignaturen und Poseidon2-Hashing erforscht. Für Transaktionssignaturen müssen Blockchains von kurzen ECDSA- und Ed25519-Schlüsseln auf größere post-quanten Signaturen umstellen.
Optionen umfassen NIST ML-DSA (2,420 Bytes), Ethereum’s Falcon (666 Bytes) und Aptos’ SLH-DSA-SHA2-128s (7.856 Bytes). Entwickler testen Optimierungen wie die Kombination von ML-DSA mit BLAKE3, um HSM-Wallets und Multi-Signature-Setups zu unterstützen.
Post-quanten HSM-Wallets beginnen aufzutauchen, wobei Cloud-Dienste Software-KMS-Lösungen anbieten. Blockchain-spezifische HSMs werden folgen, sobald die Nachfrage steigt. Threshold-Signaturprotokolle und MPC-Wallets, die derzeit auf elliptischen Kurven basieren, müssen ersetzt werden.
Smart-Contract-Wallets könnten es den Inhabern ermöglichen, auf post-quanten Signaturen umzusteigen, wobei Vertrauensfragen bestehen bleiben. Aktive Krypto-Adressen müssen vor Q-Tag migrieren, um Expositionsrisiken zu vermeiden. Passive Adressen könnten nach der Migration post-quantenfähig werden, indem sie ihr Seed-Wissen nachweisen.
Die Migration könnte 76 Tage ununterbrochene Verarbeitung aller Bitcoin-UTXOs erfordern. Zero-Knowledge-Systeme wie Groth16, Halo2 und PlonK müssen ebenfalls auf STARK, SNARG oder FRI-Systeme aktualisiert werden, um die Sicherheit gegen Quantenangriffe aufrechtzuerhalten.