Der Bitcoin ist in den letzten 24 Stunden um 5% gefallen und fiel zeitweise auf 85.694 US-Dollar, wobei er sich derzeit um 86.800 US-Dollar bewegt und damit 31% unter dem historischen Höchststand liegt. Im vergangenen Monat hat der Bitcoin insgesamt mehr als 21% verloren, während hochbeta-Assets wie Ethereum und Ripple synchron gefallen sind, mit Rückgängen von 5,6% bzw. 6,5%. Das Marktumfeld ist risikoscheuer geworden, und CoinGlass berichtet, dass die Gesamtliquidation 637 Millionen US-Dollar erreicht hat, wobei Long-Positionen 568 Millionen US-Dollar ausmachen.
SynFutures COO Wenny Cai erklärt, dass der aktuelle Preisverfall auf einen “beschleunigten Rückgang, der durch Momentum getrieben wird” zurückzuführen ist, was zu massiven Long-Positionen-Schließungen führte. Die Liquidation trieb die Verkäufe im Spot- und Derivatemarkt weiter an und erzeugte eine Kettenreaktion. Ein weiterer zentraler Faktor für die Marktpanik stammt von den Äußerungen des MicroStrategy-CEOs Phong Le – wenn Dividenden zu einem Preis unter 1-fachem mNAV gezahlt werden müssen, “könnte das Unternehmen Bitcoin verkaufen”. MicroStrategy hält etwa 649.870 Bitcoin im Wert von über 56 Milliarden Dollar, und diese Äußerung hat Besorgnis über den Verkaufsdruck unter den Investoren ausgelöst.
Darüber hinaus hat S&P das Rating von MSTR herabgestuft, und die entsprechenden Medienberichte verschärfen die Marktschwäche. Dennoch zeigt die Prognose des Marktes Myriad, dass die Wahrscheinlichkeit, dass MicroStrategy bis Ende des Jahres Bitcoin verkauft, nur 5 % beträgt.
Inzwischen warnte Arthur Hayes, dass, wenn Bitcoin und Gold um 30% fallen, die Ansprüche des Stablecoin-Emittenten Tether ausgelöscht werden, was die Panik weiter verstärkte. Angesichts der jüngsten Gold- und Bitcoin-Allokationen von Tether befürchten die Märkte, dass es in extremen Schwankungen unter Druck geraten könnte, was das Liquiditätsrisiko erhöht.
Die chinesische Zentralbank hat kürzlich erneut betont, dass der Handel mit Kryptowährungen illegale Aktivitäten darstellt und Bedenken hinsichtlich Stablecoins geäußert, was auch die Marktstimmung im asiatischen Handel belastet hat.
Trotz der schwachen kurzfristigen Entwicklung glaubt Cai, dass der Markt im Dezember von heftigen Schwankungen geprägt sein wird, anstatt kontinuierlich zu fallen. Er erwartet eine strukturelle Volatilität, die “kurzfristigen Rückgang → Hebelräumung → Rückkehr der Wertkäufe” umfasst. Prognosedaten zeigen ebenfalls, dass die Anleger weiterhin Vertrauen in die langfristigen Perspektiven haben und die Wahrscheinlichkeit eines “erneuten Krypto-Winters” nur bei 12 % liegt.
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