Am 5. März berichtete eine Kryptowährungshalterin auf sozialen Medien, dass sie Opfer eines Gewaltangriffs wurde, bei dem der Täter Kryptowährungen im Wert von etwa 24 Millionen US-Dollar raubte. Die Betroffene gab an, dass der Angreifer mit einer Axt drohte, sie zu entführen, und sie gezwungen habe, Geld zu transferieren. Dieser Vorfall sorgte für großes Aufsehen, und die Blockchain-Sicherheitsfirma PeckShield begann, die Bewegungen der gestohlenen Gelder zu verfolgen.
Laut der Beschreibung der Betroffenen im X-Forum wurde bei dem Angriff durch Gewaltandrohung verlangt, dass sie ihre Krypto-Assets transferiert, wobei auch mit sexueller Gewalt gedroht wurde. Die Opferperson berichtete, während des Vorfalls festgehalten worden zu sein, glücklicherweise jedoch keine schweren Verletzungen erlitten zu haben, obwohl die Kryptowährungen gestohlen wurden. Die gestohlenen Assets wurden auf eine Ethereum-Wallet mit der Adresse 0x6fe0…0322 transferiert.
Derzeit bietet die Betroffene eine Belohnung von 10 % für die Rückführung der gestohlenen Gelder und bittet Blockchain-Ermittler um Unterstützung bei der Verfolgung der Geldflüsse. PeckShield gab anschließend bekannt, dass eine mit dem Vorfall in Verbindung stehende Ethereum-Adresse etwa 24 Millionen US-Dollar in aEthUSDC gestohlen hat. Analysen zeigen, dass diese Gelder derzeit auf zwei Wallets verteilt sind, die vom Angreifer kontrolliert werden, wobei jedes Wallet etwa 10 Millionen US-Dollar enthält.
Noch komplexer ist die Tatsache, dass der Angreifer einen Teil der gestohlenen Gelder auf das Layer-2-Netzwerk Arbitrum transferiert hat, eine gängige Praxis, um die Herkunft der Gelder zu verschleiern und Transaktionsspuren zu verwischen. Das Analyse-Team von PeckShield erklärte, dass diese Gelder derzeit noch nicht zusammengeführt wurden, was die Möglichkeit offenlässt, die Geldflüsse weiter zu verfolgen.
Dieser Vorfall offenbart die zunehmenden Risiken physischer Angriffe im Kryptowährungsbereich, die oft als „Hammer-Angriffe“ bezeichnet werden. Kriminelle zwingen die Krypto-Besitzer durch Gewalt, ihre Private Keys herauszugeben oder Transaktionen durchzuführen. Mit dem Wachstum der Kryptowährungsbranche steigen auch die Fälle von Gewaltverbrechen gegen Einzelpersonen zunehmend.
Bislang ist unklar, ob bereits irgendein Teil der gestohlenen Gelder erfolgreich zurückgeholt werden konnte, doch der Vorfall erinnert erneut daran, die Sicherheitsvorkehrungen zu erhöhen und sich vor solchen Verbrechen zu schützen, um nicht zum Ziel zu werden.