Der CEO von Anthropic, Dario Amodei, reiste am 31. März nach Canberra in Australien, traf den australischen Premierminister Anthony Albanese und unterzeichnete offiziell ein Memorandum of Understanding (MOU) zur Zusammenarbeit. Die Kooperation erstreckt sich auf Bereiche wie Forschung zur KI-Sicherheit, den Austausch wirtschaftlicher Daten und Investitionen in Rechenzentren, um das nationale KI-Programm der australischen Regierung zu unterstützen.
Modellfähigkeiten und Risikoanalysen mit dem Institute for Security Research teilen
Der Kern des MOU ist ein Kooperationsrahmen mit dem australischen KI-Sicherheitsinstitut (AI Safety Institute): Anthropic wird neue Modellfähigkeiten sowie Erkenntnisse aus der Risikoforschung teilen, an gemeinsamen Sicherheits- und Sicherheitsbewertungen teilnehmen und Forschungskooperationen mit australischen Forschungseinrichtungen und akademischen Institutionen aufnehmen. Diese Ausgestaltung entspricht dem Vorgehen, das Anthropic zuvor bereits mit Sicherheitsinstituten in den USA, im Vereinigten Königreich und in Japan aufgebaut hat.
Darüber hinaus wird Anthropic der australischen Regierung ihre „Economic Index“-Daten (Anthropic Economic Index) bereitstellen, um die KI-Nutzung in Australiens verschiedenen Branchen, die wirtschaftlichen Auswirkungen und die Auswirkungen auf die Arbeitskräfte zu verfolgen. In der Anfangsphase liegt der Fokus auf zentralen Sektoren wie Naturressourcen, Landwirtschaft, Gesundheitswesen und Finanzdienstleistungen.
3 Millionen AUD zur Förderung von vier Forschungseinrichtungen Schwerpunkte: seltene Krankheiten und Gentests
Gleichzeitig kündigte Anthropic an, vier australische Forschungseinrichtungen mit 3 Millionen AUD an Claude-API-Guthaben zu unterstützen und das Programm „AI for Science“ in Australien auszuweiten:
Australian National University (ANU): mithilfe von Claude Genomsequenzdaten analysieren, um die Diagnose seltener Krankheiten zu unterstützen; das College of Computing and Data Science der ANU wird Claude zudem in den Lehrplan integrieren, um die nächste Generation an Entwicklern und Wissenschaftlern auszubilden
Garvan Institute of Medical Research (Garvan Institute): zwei Genomforschungsprojekte – das erste in Zusammenarbeit mit UNSW, um menschliche Genvariationen in Einblicke in Krankheitsmechanismen umzuwandeln und so neue Therapien zu finden; das zweite in Kooperation mit dem Centre for Population Genomics, um Engpässe bei der genetischen Analyse für die Diagnose seltener genetischer Kinderkrankheiten zu automatisieren
Murdoch Children’s Research Institute: ein Einsatz im Rahmen von Programmen für Stammzellmedizin zur Verbesserung der Identifizierung von Therapiezielen für Herzerkrankungen bei Kindern
Curtin University: Das Curtin Institute for Data Science wird mit Claude die interdisziplinäre Forschungskooperation ausweiten und Bereiche wie Gesundheitswissenschaften, Geisteswissenschaften, Wirtschaft, Recht und Ingenieurwesen abdecken
Wie australische Nutzer Claude verwenden: in englischsprachigen Ländern am vielfältigsten
Die Daten des Economic Index von Anthropic zeigen, dass die Aufgabenarten, für die australische Nutzer Claude verwenden, in Ländern mit englischer Sprache am vielfältigsten sind. Zudem tendieren sie dazu, mit komplexen Prompts aufgabenorientierte High-Skill-Zusammenarbeit durchzuführen, die Bereiche von Management und Betriebsführung bis hin zu den Lebenswissenschaften abdeckt.
Auf Ebene der Infrastruktur erklärte Anthropic, dass man derzeit prüfe, ob man in Australien in Rechenzentren und Energiebasisinfrastruktur investieren soll. Das entspreche den kürzlich von der australischen Regierung veröffentlichten Erwartungen an den Bau von Rechenzentren.
Dieses MOU macht Australien nach den USA, dem Vereinigten Königreich und Japan zum vierten Land, das einen formellen Rahmen für KI-Sicherheitskooperationen mit Anthropic aufbaut.
Dieser Artikel über die Unterzeichnung eines KI-Sicherheits-MOU zwischen Anthropic und der australischen Regierung und die Investition von 3 Millionen AUD zur Unterstützung medizinischer und bildungsbezogener Forschung erschien zuerst in Medienberichten.