Die erneute Verteilung der Devisenreserven Taiwans ist erneut zum Brennpunkt der Auseinandersetzungen im Legislativ-Yuan geworden. Die Abgeordnete Lin Dai-hua erklärte in einer Befragung im Finanzausschuss jüngst, dass die Devisenreserven „das Leben rettende Geld der Menschen in Taiwan“ seien, doch die Zentralbank investiere über 80 % ihrer Vermögenswerte in US-Staatsanleihen; das komme dem gleich, als hielte man massenhaft „Schuldscheine anderer Länder“ in den Händen. Eine zu starke Konzentration der Vermögensallokation könne das Risiko erhöhen. Sie sagte, dass der internationale Goldpreis in den vergangenen zwei Jahren deutlich gestiegen sei. Während viele Zentralbanken Gold zur Absicherung weiter aufstockten, sei die Menge an in Taiwan gehaltenem Gold jedoch seit langem nicht erkennbar angepasst worden. Sie kritisierte, die Reservestrategie sei zu unflexibel und könne die Veränderungen in der globalen Lage kaum bewältigen.
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Lin Dai-hua verlangte, dass die Zentralbank ihre Anlagestrategie erneut überprüft, das Risikomanagement stärkt und verhindert, dass Vermögenswerte übermäßig auf nur ein einziges Instrument konzentriert sind. Zentralbankpräsident Yang Chin-long antwortete, dass innerhalb von zwei Wochen ein entsprechender Bewertungsbericht vorgelegt werde, der sich mit der Frage befasst, wie die Konzentration in US-Anleihen gesenkt werden kann und ob eine Erhöhung der Goldallokation erfolgen soll.
Über 80 % der Devisenallokation in US-Staatsanleihen – Lin Dai-hua: Geld zur Rettung des Volkes kauft Schuldscheine anderer Länder?
Die Abgeordnete Lin Dai-hua von der Demokratischen Fortschrittspartei sagte in einer Befragung im Finanzausschuss jüngst, dass die Devisenreserven „das Leben rettende Geld der Menschen in Taiwan“ seien, doch die Zentralbank investiere über 80 % ihrer Vermögenswerte in US-Staatsanleihen; das komme dem gleich, als hielte man massenhaft „Schuldscheine anderer Länder“ in den Händen. Eine zu starke Konzentration der Vermögensallokation könne das Risiko erhöhen. Sie sagte, dass der internationale Goldpreis in den vergangenen zwei Jahren deutlich gestiegen sei. Während viele Zentralbanken Gold zur Absicherung weiter aufstockten, sei die Menge an in Taiwan gehaltenem Gold jedoch seit langem nicht erkennbar angepasst worden. Sie kritisierte, die Reservestrategie sei zu unflexibel und könne die Veränderungen in der globalen Lage kaum bewältigen.
Lin Dai-hua verlangte, dass die Zentralbank ihre Anlagestrategie erneut überprüft, das Risikomanagement stärkt und verhindert, dass Vermögenswerte übermäßig auf nur ein einziges Instrument konzentriert sind. Zentralbankpräsident Yang Chin-long antwortete, dass innerhalb von zwei Wochen ein entsprechender Bewertungsbericht vorgelegt werde, der sich mit der Frage befasst, wie die Konzentration in US-Anleihen gesenkt werden kann und ob eine Erhöhung der Goldallokation erfolgen soll.
US-Anleihen eher auf Rendite und Stabilität ausgerichtet, Gold eher auf Absicherung und Werterhalt
Aus Sicht der Vermögenseigenschaften spielen der US-Dollar, US-Staatsanleihen und Gold in den Reserve-Systemen der Zentralbanken unterschiedliche Rollen. Da der US-Dollar die wichtigste Reservewährung der Welt ist, verfügt er über die höchste Liquidität und die Fähigkeit zu internationalen Zahlungen. US-Staatsanleihen sind in US-Dollar denominiert, bieten festverzinsliche Erträge und eine hohe Bonitätsbewertung; sie sorgen für stabile Zinsen und Sicherheit und gelten daher seit langem als Kernposition in den Reserven der Zentralbanken.
Im Gegensatz dazu bringen Gold keine laufenden Zinsen. Doch wenn die Inflation steigt oder es zu finanziellen Turbulenzen kommt, wird Gold häufig als Absicherungs-Asset gegen einen Wertverlust der Währung und systemische Risiken angesehen. Mit anderen Worten: US-Anleihen sind eher auf „Rendite und Stabilität“ ausgerichtet, Gold eher auf „Absicherung und Werterhalt“. Beide ergänzen sich in den Reserveportfolios.
Netizens: Entscheidungen der Zentralbank betreffen professionelle Fragen; Unabhängigkeit sollte gewahrt bleiben
Das Thema hat auch in sozialen Medien zu heftigen Debatten geführt. Ein Teil der Stimmen unterstützt Lin Dai-huas Forderung nach einer Diversifizierung der Risiken. Man ist der Ansicht, dass die Strategie der Zentralbank seit langem zu konservativ sei, es an Transparenz fehle und eine angemessene Anpassung nötig sei, um auf Veränderungen in der globalen Finanzumgebung zu reagieren. Doch es gibt auch viele, die anzweifeln, dass die Zentralbank im Wesen eine Investmentgesellschaft sei, die auf Rendite abzielt. Stattdessen habe sie als erstes Ziel stabile Währung und ein stabiles Finanzsystem; daher sei ein großer Bestand an US-Anleihen eine angemessene Allokation.
Netizens weisen darauf hin, dass US-Anleihen als weltweit liquideste und kreditstärkste festverzinsliche Vermögenswerte stabile Zinserträge und Sicherheit bieten und nur schwer durch andere Assets zu ersetzen seien. Im Vergleich dazu schwanke der Goldpreis ebenfalls stark und es erzeuge keine Rendite. Wenn man daher dem Trend folgt und teurer kauft, könne man sich das Risiko sogar vergrößern.
Darüber hinaus gibt es auch die Auffassung, dass sowohl US-Anleihen als auch Gold jeweils eigene Risiken haben, etwa eine langfristige Abwertung der Währung oder Kursrückgänge. Der Kernpunkt liege nicht darin, welches einzelne Asset man auswählt, sondern darin, ob die gesamte Allokation zu stark konzentriert ist. Ein Netizen sagte unverblümt, dass Entscheidungen der Zentralbank professionelle Einschätzungen und die Ausgestaltung des Systems betreffen und ihre Unabhängigkeit gewahrt werden sollte, damit sie nicht zu einem Werkzeug im politischen Machtkampf verkommt; andere wiederum kritisierten, dass die aktuelle politische Debatte in Stimmung und Konfrontation abgleite und grundlegendes Verständnis dafür fehle, wie der Finanzmarkt funktioniert.
Dieser Artikel „Taiwan setzt über 80 % der Devisenreserven auf US-Staatsanleihen! Lin Dai-hua schlägt Alarm: „Das Leben rettende Geld des Volkes wird zu Schuldscheinen anderer Länder“; die Zentralbank legt innerhalb von zwei Wochen einen Bericht vor“ erschien zuerst bei der Kette News ABMedia.