Die jüngste Kursentwicklung von Bitcoin sieht ganz anders aus als die US-Aktien, und CryptoQuant sagt, dass die Lücke jetzt die längste Entkopplung zwischen Bitcoin und dem S&P 500 seit 2020 ist. In einer aktuellen Marktanalyse erklärte das Analyseunternehmen, dass die Trennung nach dem Liquidationsereignis am 10. Oktober begann, bei dem in einer einzigen Sitzung etwa 70.000 BTC an Open Interest ausgelöscht wurden, was effektiv mehr als sechs Monate an Leverage-Aufbau zunichte machte. Seitdem ist Bitcoin weiter gefallen, während der S&P 500 in diesem Zeitraum besser hielt, was ein Zeichen dafür ist, dass der Kryptomarkt mit eigenen strukturellen Problemen kämpft, anstatt nur der allgemeinen Risikostimmung zu folgen.
Die neuesten Marktdaten zeigen, dass Bitcoin bei etwa 68.432 US-Dollar gehandelt wird, leicht im Tagesverlauf gefallen ist, nach einer volatilen Phase, die Reuters auf dünne Liquidität, ein schwächeres Risikoumfeld und Unsicherheiten bezüglich der Federal Reserve-Politik zurückführt. Reuters berichtete im Februar, dass Bitcoin bereits alle seine Gewinne nach der Wahl wieder abgegeben hatte und dass die dünnere Markttiefe die Kursschwankungen verstärkte. Dieser Hintergrund ist jetzt relevant, weil ein Markt mit weniger Liquidität bei Verkaufsdruck stärker reagiert, insbesondere nach einer großen Leverage-Spülung.
Wachsende Markttensions
Gleichzeitig beginnen die US-Aktien sichtbarer zu schwanken. Reuters berichtete, dass der S&P 500 am 18. März bei 6.624,70 Punkten schloss und bis dahin etwa 3 % im Jahr 2026 gefallen war. Bis zum 20. März stand der Index weiterhin unter Druck, da Sorgen über den Konflikt mit Iran, höhere Ölpreise und hartnäckige Inflation die Stimmung belasteten, wobei der S&P 500 an diesem Tag um 1,51 % fiel. Eine Reuters-Marktdarstellung zeigte auch, dass der Index am 20. März bei 6.594,66 Punkten eröffnete, nach einem vorherigen Schlusskurs von 6.606,49, was zeigt, wie schnell sich die Stimmung in den letzten Sitzungen verändert hat.
Der Bruch ist besonders bemerkenswert, weil Bitcoin sich in Risikovermeidungssituationen oft wie ein High-Beta-Technologieaktie verhält. CryptoQuant weist nicht nur darauf hin, dass die Korrelation geschwächt wurde, sondern auch, dass Bitcoin bereits vor dem eigentlichen Schwächerwerden der Aktienmärkte starkem innerem Druck ausgesetzt war. Deshalb wirkt die aktuelle Bewegung weniger wie ein reiner makroökonomischer Trade und mehr wie ein kryptospezifischer Deleveraging-Zyklus, der auf eine breitere Marktkorrektur aufgesetzt ist. Reuters stellte kürzlich fest, dass die Markttiefe von Bitcoin geschrumpft ist und dass die Vermögenswerte nach wie vor sehr empfindlich auf makroökonomischen und geopolitischen Stress reagieren, was zum aktuellen Muster passt.
Die neuesten Schlagzeilen haben auch nicht geholfen. Reuters berichtete in diesem Monat, dass Citigroup ihr 12-Monats-Ziel für Bitcoin von 143.000 US-Dollar auf 112.000 US-Dollar gesenkt hat, nachdem die US-Kryptogesetzgebung ins Stocken geraten war, und warnte gleichzeitig, dass Bitcoin in einer Rezession auf 58.000 US-Dollar fallen könnte. Die Geldpolitik der Fed bleibt ebenfalls vorsichtig, da die Zentralbank die Zinsen letzte Woche stabil hielt und Investoren weiterhin versuchen, abzuschätzen, ob der Inflationsdruck durch Energie bald nachlassen wird. Für den Moment scheint Bitcoin weniger wie ein makroökonomischer Zwilling des S&P 500 zu handeln und mehr wie ein Markt, der noch eine heftige Liquidation und eine fragilere Liquiditätslage verarbeitet.