Gold hat diese Woche um mehr als 10 % eingebüßt, wobei Gold und Silber in nur 3 Stunden zusammen 1,5 Billionen US-Dollar an Marktwert verloren haben – der größte Wochenverlust seit 1983; gleichzeitig bleibt Rune Christensen, Mitbegründer von Sky (ehemals MakerDAO), nicht nur standhaft, sondern eröffnet sogar eine 20-fache Hebelposition auf Gold, um auf eine Erholung zu setzen und damit seine Wette auf eine globale Stagflation-Periode mit 20 Millionen Dollar fortzusetzen.
(Frühere Zusammenfassung: Der epische Tagesverlust von 6 % bei Gold, der als „Flucht in Sicherheit“ galt)
(Hintergrund: Warum investieren wir weiterhin fest in Bitcoin, wenn Gold steigt?)
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Der Goldpreis diese Woche zeigt eine „Freier Fall“-Bewegung: Am 21. kam es zu einem intra-täglichen V-förmigen Kursrückgang, bei dem der Preis um mehr als 5 % vom Tageshoch fiel und die wichtige Unterstützung bei 4.500 USD durchbrach; die Woche insgesamt verzeichnete einen Rückgang von über 10 %, erreichte den tiefsten Stand seit sieben Wochen und schrieb den schlimmsten Wochenverlust seit März 1983. Heute fiel der Kurs auf ein Tief von 4.317 USD, aktuell liegt er bei 4.426 USD.
Der Krypto-Analyst @AshCrypto warnte am 23. März: Innerhalb von nur 3 Stunden wurden bei Gold und Silber zusammen 1,5 Billionen USD an Marktkapitalisierung vernichtet, mehr als die gesamte Marktkapitalisierung von Bitcoin – das „sichere Hafen“-Image wurde stark erschüttert.
Inmitten der Panik im Markt entdeckte die Onchain-Überwachungsplattform Onchain Lens eine bemerkenswerte Transaktion: Rune Christensen, Mitbegründer von Sky (ehemals MakerDAO), entschied sich, gegen den Trend zu setzen und eröffnete eine 20-fache Hebel-Long-Position auf Gold.
Gleichzeitig schloss er aktiv Short-Positionen auf den S&P 500 ($SP500) und passt seine Positionen kontinuierlich durch TWAP-Orders an, was auf eine laufende Strategieanpassung hindeutet.
Dies ist nicht Runes erste große Investition. Bereits am 7. März eröffnete er eine Long-Position auf Rohöl (CL + Brent) mit 5,7 Millionen USD. Trotz eines aktuellen Verlusts von über 500.000 USD hat er bisher nicht geschlossen. Insgesamt hält Rune derzeit Positionen im Wert von etwa 20 Millionen USD in Rohstoffen und Indizes, mit der Kernannahme: Die globale Wirtschaft befindet sich im „Stagflationszyklus“.
Angesichts des aktuellen Einbruchs urteilt der erfahrene Edelmetall-Analyst Duan Enjian: Es besteht durchaus Abwärtspotenzial, doch handelt es sich um eine „Korrektur“, nicht um den Beginn eines neuen Abwärtstrends.
Er erklärt, dass der Markt derzeit eine Neubewertung der „höher und länger“-Zinspolitik der Federal Reserve durchläuft. Steigende US-Staatsanleihen-Renditen und ein starker Dollar üben den größten Druck auf Gold aus, sodass der Goldpreis erneut wichtige Unterstützungsniveaus testen könnte.
Doch dieser Rückgang ist kein bodenloser Absturz. Die anhaltende geopolitische Unsicherheit bietet eine Schutzlinie für Gold – sollte die Zinsentwicklung einen rapiden Abverkauf auslösen, werden strategische Käufer schnell einspringen. Duan Enjian schlussfolgert: Kurzfristig wird es wahrscheinlich eine breite Schwankungsphase mit „oberen und unteren Grenzen“ geben.
Von einem Anstieg um 64 % im Jahr 2025, dem erstmaligen Überschreiten von 5.000 USD im Januar 2026, bis hin zu einem Wochenverlust von über 10 % in dieser Woche – die Stimmung bei Gold hat sich innerhalb weniger Monate radikal gedreht.
Rune setzt auf eine 20-fache Hebel-Long-Position während des Kursrutsches, in der Annahme: Die hohen Zinsen der Fed werden letztlich das Wirtschaftswachstum bremsen, die Inflationserwartungen anheizen und eine echte Stagflation auslösen, bei der Gold der größte Profiteur sein wird. Ob diese Logik sich bewahrheitet, hängt jedoch von den kommenden Beschäftigungsdaten, Inflationsentwicklungen und den tatsächlichen Maßnahmen der Fed ab.
Wenn die Analysten „breite Schwankungen“ bestätigen, ist die Toleranz für eine 20-fache Hebelposition äußerst gering; sollte die Stagflation eintreten, könnte Rune erneut eine legendäre Gegenbewegung starten. Die Marktantwort wird sich in den kommenden Wochen zeigen.