Gate News Nachrichten, am 20. März, führte die Eskalation im Nahost-Konflikt und der Anstieg der Energiepreise zu Schocks auf den globalen Märkten, was zu deutlichen Schwankungen beim Bitcoin-Preis führte. Nach einem Angriff Irans auf die Gasverarbeitungsanlage Ras Laffan in Katar stiegen die Sorgen um eine Energiekrise und Inflation rasch an, Bitcoin fiel zeitweise unter 69.000 USD, erholte sich jedoch anschließend auf etwa 70.000 USD und schwankte dort.
Der makroökonomische Druck verstärkte sich ebenfalls. Die jüngsten Äußerungen der Federal Reserve schwächten die Erwartungen auf eine Zinssenkung im Laufe des Jahres, was die Liquidität für Risikoanlagen einschränkte und die Bewertung unter Druck setzte. David Lawant, Forschungsleiter bei Anchorage Digital, erklärte, dass der Kryptomarkt schwer unabhängig vom makroökonomischen Umfeld agieren könne und auch unter Druck stehe.
Zuvor zeigte Bitcoin eine gewisse Entkopplung von traditionellen Risikoanlagen, doch mit anhaltendem Krieg und steigenden Ölpreisen nimmt diese Unabhängigkeit ab. Analysten sind der Ansicht, dass die steigenden Energiepreise die Inflationserwartungen erhöhen und somit die geldpolitische Lockerung verzögern, was auch den Wert von Bitcoin und anderen Vermögenswerten belastet.
Der Markt richtet nun sein Augenmerk auf wichtige technische Unterstützungsbereiche. Matt Howells-Barby sagte, wenn Bitcoin die Unterstützung bei 69.000 USD nicht halten könne, könnte es kurzfristig auf etwa 65.000 USD zurückfallen. Weiterhin meint Sebastián Serrano, CEO von Ripio, dass in extremen Szenarien, wenn der Verkaufsdruck anhält, Bitcoin sogar auf 54.000 USD fallen könnte.
Energie-Schocks werden zum entscheidenden Variablen. Kürzlich haben israelische und iranische Angriffe auf Energieinfrastruktur die Ölpreise weiter steigen lassen, wobei der Markt sogar das Risiko einer Verdoppelung der Ölpreise diskutiert. Steigende Ölpreise beeinflussen nicht nur die Unternehmenskosten und das Wirtschaftswachstum, sondern wirken auch durch die Inflation auf die Zinspolitik und verändern somit indirekt die Kapitalbedingungen im Kryptomarkt.
Derzeit hängt die Bitcoin-Entwicklung mehr von makroökonomischen Faktoren ab als von On-Chain-Daten. Wenn die Ölpreise und das Kriegsrisiko weiter steigen, könnten die Marktvolatilitäten zunehmen; umgekehrt, bei einer Entspannung der Lage oder verbesserten Liquiditätsaussichten, hat Bitcoin weiterhin Aufwärtspotenzial. Kurzfristig bleibt die Marke von 69.000 USD der entscheidende Wendepunkt, dessen Überschreiten oder Unterschreiten die nächste Phase bestimmen wird.