Nach einer dreiwöchigen Aufwärtsbewegung beginnen die kurzfristen Trends bei Bitcoin Anzeichen von Ermüdung zu zeigen. Während der Nasdaq-Index bei seinem Anstieg gestoppt wurde, ändern sich die allgemeinen Erwartungen am Markt gegenüber Risikokapital, was Bitcoin erneut Druck auf eine Korrektur ausübt.
Seitdem Bitcoin am 21.11. bei etwa 80.000 US-Dollar den Tiefpunkt erreichte, hat sich der Kurs bis über 90.000 US-Dollar erholt und bildet in einem Abwärtstrend einen umgekehrten Aufwärtstrendkanal mit ständig höher steigenden Hochs und Tiefs. Angetrieben durch die Zinssenkung der Fed, den schwächelnden US-Dollar-Index und die Verbesserung einiger langfristiger technischer Indikatoren, hegte der Markt Hoffnungen auf eine Trendwende.
Doch die tatsächliche Performance zeigt, dass diese Erholung nicht anhielt. Nachdem Bitcoin am letzten Freitag 93.000 US-Dollar erreichte, fiel der Kurs schnell wieder ab, erreichte am Wochenende knapp unter 88.000 US-Dollar und schwankt derzeit bei etwa 89.600 US-Dollar. Das Wochenabschlusskerzchen zeigt eine Kerze mit langem oberen Schatten, was auf erheblichen Verkaufsdruck oberhalb von 94.000 US-Dollar hindeutet; Hochpreisige Investoren realisieren Gewinne, was häufig als Signal für nachlassende Aufwärtsdynamik gewertet wird.
Auch externe Märkte senden eher negative Signale aus. Der Nasdaq-Index fiel letzte Woche um fast 2 %, bildete eine typische „Schatten-überdeckung“-Form aus, die die Kursgewinne der Vorwoche auffraß. Gleichzeitig schwächte sich der MACD auf Wochenbasis weiter ab, was kurzfristig auf eine mögliche weitere Korrektur im Technologiesektor hindeutet. Angesichts der starken positiven Korrelation zwischen Bitcoin und Nasdaq, insbesondere in Abwärtsphasen der US-Aktienmärkte, verstärkt Bitcoin in solchen Situationen häufig die Verluste, was für Long-Positionen ungünstig ist.
Zudem sorgt der MOVE-Index, der Volatilitätsindikator für US-Staatsanleihen, für Marktaufmerksamkeit. Nach einem anhaltenden Rückgang zeigt dieser eine sogenannte „Inverted Hammer“-Form, die häufig auf eine steigende Volatilität hindeutet. Steigt die Anleihemarktvolatilität, deutet dies oft auf eine Verknappung der globalen Liquidität und Druck auf Risikoanlagen hin. Historische Daten zeigen, dass Bitcoin und der MOVE-Index meist eine inverse Beziehung haben.
In Bezug auf wichtige Kursniveaus ist wahrscheinlicher, dass Bitcoin das aktuelle umgekehrte Kanal nach unten durchbricht und die Unterstützung bei 80.000 US-Dollar erneut testet. Bei einem Verlust dieses Niveaus könnte sich die Marktstimmung weiter verschlechtern. Auf der Oberseite ist nur ein nachhaltiger Durchbruch des Bereichs von 94.000 bis 95.000 US-Dollar ein Signal für eine kurzfristige bullische Struktur; die Bereiche um 96.000 bis 100.000 US-Dollar bleiben jedoch durch die 50-Tage-DMA und die Ichimoku-Wolke stark widerstandsfähig. In der aktuellen Phase sind Risiko-Management und die Kontrolle der Schlüsselstützungsniveaus entscheidend für die Marktentwicklung.
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