
Ein Terahash (TH/s) ist eine Maßeinheit für die Hash-Rate und gibt an, dass eine Billion (1.000.000.000.000) Hash-Berechnungen pro Sekunde ausgeführt werden können. Die Abkürzung TH/s ist auch im deutschen Sprachraum geläufig. Ein „Hash“ bezeichnet im Kontext der Blockchain die Erzeugung eines kryptografischen Fingerabdrucks für einen Datensatz. Miner verändern laufend bestimmte Parameter, um neue Hashes zu generieren, bis ein Hash den Netzwerkbedingungen entspricht.
Hash-Berechnungen sind zentral für Proof-of-Work-Blockchains wie Bitcoin, bei denen Miner gegeneinander antreten, um neue Blöcke zur Blockchain hinzuzufügen. Der erste Miner, der einen gültigen Hash findet, bekommt das Recht, einen Block zu erstellen und die Blockbelohnung zu erhalten. Je höher die Terahash-Rate, desto mehr Hash-Versuche pro Sekunde sind möglich – und desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, unter gleichen Bedingungen Blockbelohnungen zu gewinnen.
Terahash ist eine Einheit, die die Hash-Rate in einer bestimmten Größenordnung ausdrückt. Die Hash-Rate misst, wie viele Hash-Berechnungen pro Sekunde durchgeführt werden können, während Terahash konkret „eine Billion pro Sekunde“ bedeutet. Im Chinesischen werden Begriffe wie „Rechenleistung“ und „Hash-Rate“ häufig synonym verwendet, um diese Geschwindigkeit zu beschreiben.
Weitere gebräuchliche Einheiten sind:
Das Verständnis dieser Einheiten und ihrer Umrechnung ist wichtig, wenn Netzwerkstatistiken oder Mining-Hardware-Spezifikationen bewertet werden.
Im Bitcoin-Netzwerk steht Terahash für die gesamte rechnerische Leistung des Netzwerks. Je höher die Netzwerk-Terahash, desto schwieriger und teurer wird es, die Historie zu manipulieren – das erhöht die Sicherheit und die Widerstandsfähigkeit gegen Angriffe.
Eine höhere Terahash-Rate beschleunigt die Blockproduktion jedoch nicht. Bitcoin passt die „Difficulty“ automatisch an, um einen gleichmäßigen Rhythmus von etwa einem neuen Block alle 10 Minuten zu gewährleisten. Steigt die Netzwerk-Terahash, steigt auch die Difficulty; sinkt sie, wird die Difficulty reduziert. Diese Anpassung erfolgt alle 2.016 Blöcke (rund alle zwei Wochen), um die Blockintervalle zu stabilisieren.
Laut öffentlichen Mining-Pool-Dashboards und Block-Explorer-Daten lag die Bitcoin-Netzwerk-Hash-Rate im Jahr 2024 konstant im Bereich mehrerer Hundert EH/s und erreichte zeitweise fast 600 EH/s (Quelle, 2024). Auch wenn diese Werte in EH/s angegeben werden, stehen sie für die aggregierte Terahash-Kapazität im großen Maßstab.
Zwischen diesen Einheiten bestehen einfache dezimale Beziehungen:
Schritt 1: Die Umrechnungsfaktoren kennen.
Schritt 2: Die Umrechnung im jeweiligen Kontext anwenden.
Schritt 3: Einheiten beim Vergleich von Diagrammen vereinheitlichen.
Die Vereinheitlichung der Einheiten erleichtert den Vergleich von Mining-Hardware und Netzwerkgrößen.
In Datenblättern von Mining-Hardware wird die Hash-Rate meist als „XX TH/s“ angegeben und spiegelt die Zielleistung des Geräts unter Standardbedingungen wider. Beispielsweise wurden verschiedene Bitcoin-Miner, die zwischen 2023 und 2024 erschienen, laut Herstellerangaben auf ihren offiziellen Websites mit etwa 90 TH/s bis 200 TH/s bewertet.
Wichtige Aspekte sind:
Ja, aber es kommt auf mehrere Faktoren an. Für ein einzelnes Gerät bedeutet eine höhere Terahash-Rate in der Regel eine größere Chance auf Blockbelohnungen. Steigt jedoch die gesamte Netzwerk-Terahash, erhöht sich auch die Difficulty – jede Terahash-Einheit bringt dann weniger Ertrag (also weniger Coins pro Tag).
Miner achten darauf, Stromkosten und Mining-Einnahmen ins Verhältnis zu setzen:
Ein einfaches Schätzverfahren: Schritt 1: Pool-Daten nutzen, um den täglichen Ertrag pro TH zu bestimmen. Schritt 2: Die täglichen Stromkosten anhand des Stromverbrauchs und der lokalen Tarife berechnen; durch die TH-Bewertung des Geräts teilen, um die Kosten pro TH zu ermitteln. Schritt 3: Ertrag und Kosten pro TH vergleichen, um die Rentabilität zu bestimmen. Änderungen bei Difficulty und Coin-Preis beeinflussen das Ergebnis.
Ethereum hat 2022 „The Merge“ abgeschlossen und ist vom Proof-of-Work- zum Proof-of-Stake-Mechanismus übergegangen. Neue Blöcke werden nicht mehr durch Hash-Berechnungen erzeugt. Daher beziehen sich Diskussionen über Mining-Hardware oder Terahash heute vor allem auf Bitcoin, Litecoin oder andere Proof-of-Work-Netzwerke. Historisch verwendete Ethereum Hash-Rate-Metriken während der PoW-Phase, konzentriert sich nun jedoch auf Staking- und Validator-Kennzahlen.
Wer „Terahash“ liest, sollte prüfen, auf welche PoW-Chain sich die Angabe bezieht und die jeweiligen Difficulty- und Belohnungsmechanismen beachten, um Missverständnisse zu vermeiden.
Für Investoren, die Proof-of-Work-Assets wie Bitcoin beobachten, liefert Terahash wichtige Informationen:
Zahlreiche Börsen und Research-Plattformen zeigen Hash-Rate-, Difficulty- und Blockproduktionsdaten. Gate’s Analysen behandeln beispielsweise Trends der Bitcoin-Hash-Rate und der Miner-Ökonomie. Die Kombination von Block-Explorer- und Mining-Pool-Daten ermöglicht eine Überprüfung. Entscheidungen, die ausschließlich auf Terahash basieren, sollten immer durch die Analyse von Preisen, Gebühren und regulatorischen Änderungen ergänzt werden.
Vor Investitionen in Geräte oder Kapital sollten Strompreise, Infrastruktur, Wartungsanforderungen und regulatorische Risiken geprüft werden. Eine hohe Terahash-Rate garantiert keine Gewinne – Preisvolatilität und Mining-Difficulty können zu Verlusten führen.
Terahash ist ein zentraler Wert für das Verständnis von Proof-of-Work-Netzwerken und der Dynamik unter Minern. Er verbindet die Leistung einzelner Geräte mit der Sicherheit des Netzwerks und den Difficulty-Anpassungen. Für aussagekräftige Analysen sollte Terahash immer im größeren Zusammenhang betrachtet werden – zusammen mit Preisentwicklungen, Gebührenstrukturen, Energieeffizienz und regulatorischen Faktoren. Für sich genommen ist Terahash nur eine Zahl; sein Wert zeigt sich erst im Rahmen einer umfassenden Betrachtung.
TH/s (Terahashes pro Sekunde) misst die Hash-Rate und steht für eine Billion Hash-Berechnungen pro Sekunde. GH/s bedeutet Gigahashes (eine Milliarde pro Sekunde), PH/s steht für Petahashes (eine Billiarde pro Sekunde). Die Umrechnungsregeln lauten: 1 PH/s = 1.000 TH/s; 1 TH/s = 1.000 GH/s. TH/s ist die gängige Maßeinheit für die Leistung von Mining-Geräten und damit ein entscheidender Faktor bei der Hardware-Bewertung.
Terahash zeigt direkt die Rechenleistung von Mining-Hardware – eine höhere TH/s bedeutet mehr Hash-Versuche pro Sekunde und eine größere Chance, gültige Blöcke zu finden. Bei der Auswahl von Mining-Geräten steht eine höhere TH/s meist für mehr potenziellen Output, sollte aber stets mit der Energieeffizienz (Leistung pro Watt) abgewogen werden, um die Rentabilität realistisch einzuschätzen.
Terahash ist eine universelle Einheit zur Messung der Hash-Rate; die Mining-Algorithmen unterscheiden sich jedoch je nach Kryptowährung. Bitcoin nutzt den SHA-256-Algorithmus, wobei die Netzwerk-Hash-Rate meist in EH/s angegeben wird. Ethereum verwendete früher den Ethash-Algorithmus – jede Chain hat eigene Difficulty- und Belohnungsmodelle. Mining-Rentabilität lässt sich daher nicht allein anhand der Terahash-Zahl zwischen Coins vergleichen.
Eine hohe Terahash-Leistung steht für stärkere Rechenleistung, garantiert aber keine Rentabilität. Die Mining-Erträge hängen von Coin-Preis, Difficulty, Stromkosten und Hardware-Effizienz ab. Ein Miner mit 1.000 TH/s kann bei hohen Stromkosten und hoher Difficulty Verluste machen – während ein 100 TH/s-Gerät dort profitabel sein kann, wo Strom günstiger ist. Entscheidend ist die Effizienz (TH/s im Verhältnis zum Stromverbrauch), nicht allein der Terahash-Wert.
Terahash spiegelt das Engagement der Miner wider, kann aber Kursbewegungen nicht direkt vorhersagen. Eine hohe Terahash-Rate deutet meist auf großes Vertrauen der Miner hin und korreliert oft mit positiven Marktbedingungen – bleibt aber ein nachlaufender Indikator. Investoren können Veränderungen der Terahash-Rate als Hinweise auf die Stimmung der Miner und die Netzwerksicherheit nutzen, sollten sich aber nicht ausschließlich auf diese Kennzahl bei Anlageentscheidungen verlassen.


